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der Pfalzgraf entschuldigte sich auf's beste mit der Unwis-senheit seines Volkes; aber der Vorfall ließ im HerzenAdolfs einen tiefen Stachel zurück.
Am 13. Brachmond endlich ward die alte Stadt derKönige erreicht. Eilf Tage darauf setzte der ErzbischofSiegfried von Köln seinem alten Freunde, die Krone Karlsdes Großen feierlich auf das Haupt, und auch Frau Jma-gina erhielt die ihr gebührenden Ehren. Denkmünzen, mitdem Brustbildc des hohen Paares und mit Devisen zumRuhme der Stadt Aachen geziert, wurden unter das Volkgeworfen, (3 und allerlei prunkvolle Feste angestellt, dieder Noth der Zeit zu spotten schienen. Sonach ging eineReihe von Belehnungen an Ncichsfürsten und von Begün-stigungen an Einzelne und Städte vor sich. Der Königsuchte allseits sich gnädig und freundlich zu zeigen.
Der erste, welcher mit Rechte» und Begünstigungen, aufeine ziemlich anffallende Weise und sowohl zu des Rei-ches, als des Königs eigenem Schaden, überhäuft wurde,war natürlich die bisherige Hauptperson, Gcbhard vonMainz, welcher seinen Vetter nur allzusehr fühlen ließ,daß er im Grunde sein Beschützer und der König blossein Klient sey. Die Erzkanzlerwürde von Teutschlandward Eckharden sowohl für sich, als für sein Stift aufalle künftige Zeiten bestätigt; sodann über den Iudcnzollzu Mainz mud eine Reihe anderer Vortheile schriftlichesowohl, als eidliche Versicherung ertheilt. Eine zweite Ur-kunde, datirt von Worms aus, erneuerte diese Versiche-rung für die Privilegien des Churstiftes im Allgemeinenund jedes insbesondere. Einige Zeit später stellte der Kö-nig auch dem Churfürsten von Trier einen Brief aus.
(') Vgl. darüber das Kapitel über die Bildnisse, Münzen undDenkmale Adolfs zu Ende des Loci.