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Mann; ich überlasse Euch daher mein Recht; wählt jeden,so Ihr wollt, nur den von Braunschwcig nicht.« Unwil-lig ruft der Neimhistoriograph von Österreich darüberaus:
„Nn secht an den Pfaffen,
Ob cr's nicht wohl hab' geschaffen;
Er hat der Layen Chur nnn drey.
Von Mainz, der Treuen frey,
Listiger Pfaff Ameis,
Trugst du den Pfalzgrafen greis,
So bist du listig genug,
Und allen Pfaffen überklug!"
Aber auch der greise Pfalzgraf ging ebenfalls in seinGarn, so sehr er vor ihm sich zu hüten gedacht. Die»zwei gewaltigen Falken« von Mainz und Köln wußtenvon seiner Feindschaft mit dem Könige Wenzel um denBesitz Egers, noch von Kaiser Rudolfs Zeiten her. Siesprachen daher gemeinschaftlich mit Herzog Ludewig vondem schweren Geschäfte des Tages, und daß nur zwischenAlbrecht von Österreich und dem Böhmen die Wahl nochstreitig sey; Gebhard äußerte für erster« die günstigstenGesinnungen, obgleich er den Pfalzgrafen, als SchwagerWenzeslaus, versöhnen zu wollen, sich die Miene gab.Allein jener bestand darauf, daß er von seinem treulosenund gewaltsamen Widersacher nichts hören wolle, undgab ihm, auf die Entscheidung zu Gunsten Albrechts sicherbauend, auch seine Stimme.
Durch eine ähnliche List überraschte Gebhard auch denErzbischof Bocmund von Trier; er zeigte diesem seinenbittern Feind, den Grafen von Geldern, welcher so vie-len Schimpf und Schaden ihm zugefügt, als den derKrone um so mehr zunächst stehenden Kandidaten, im Hin«tcrgruud, worauf der eingeschüchterte Prälat in heftige