Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
93
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Dietzmann von Meissen eingegangenen Verpflichtung es be-freien würde. Der Churfürst von Köln dagegen sah nacheinem tapfern Arme steh um, welcher an Johann vonVrabant ihn räche. Der von Trier, der uneigennützigsteund in vielen Dingen der besonnenste unter allen, foderteblos das Reichsvikariat im Königreiche Burgund für seinePerson, und die Zurückgabe der »wahren DornenkroneChristi,« welche Frankreich in die Hände gerathen war,für sein Erzstift zur Bewahrung, wie früher zurück; fürsolch einen Preis hielt er, christlich genug, ganze StrömeBlutes nicht für vergebens geflossen.

Aber sein Nachbar von Mainz, Gebhard (Gerhard)von Eppen stein, war weniger von solch religiöser Ge-sinnung begeistert; sein Verstand, seine Energie und seineSchlauheit imponirten allen Übrigen. Er verachtete undhaßte Albrecht von Österreich mehr, als irgend ein An-derer , und an seiner Wirksamkeit scheiterten die Rankeund die Drohungen des Habsburgers und seiner Partei. (')

Der Graf von Haigerloch, ein Mann, an Ritterruhmund Geistesgaben unter vielen seiner Zeitgenossen hervor-ragend, und durch den Weihrauch derselben verführt,hatte längere Zeit sich selbst damit geschmeichelt, Kaiserder Teutschen zu werden. Aber seine Beziehungen zu Al-brecht schadeten ihm viel, da man ihn, hinsichtlich seinerGesinnungen, in gleiche Kategorie mit diesem setzte. Alser nun endlich die Unmöglichkeit der Thronfolge für sichersch'n, arbeitete er einzig und allein und nach allen Kräf-ten für seinen Vetter von Österreich; er war es, der zu-rrst König Wenzeln in einer geheimen Sendung hiefür an-gegangen; aber er hatte von ihm schnöden Bescheid erhal-

(') Günderode, Gesch. des rvm. Königs Adolf. S. 30 — 34,