Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
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Masse, entschlossen, die Schaarcn Herzog Johanns her-auszutreiben und die Reichsrechte gegen die Zudringlich-keit desselben zu vertheidigen. Die entschlossene Tapferkeiteiner Anzahl Ritter allein fernte von der Besatzung völli-gen Untergang und hielt die Stadt fortwahrend im Zaum.Der Bischof von Köln, als er diese Wendung der Dingegesehen, ließ nunmehr Feuerstoffe auf die Wohnungenschleudern, also, daß ihrer ein großer Theil zerstört wurde.Zu den Schrecken des Krieges kam ein unerträglicher Win-terfrost, welcher auf beiden Seiten viele Leute dahin raffte.

Mit dem ersten Erscheinen des Frühlings erneuerte Sieg-fried die Feindseligkeiten, festgcwillt, um jeden Preis daswichtige Aachen wieder zu gewinnen. Er ließ an die Verbünde-ten neue dringliche Mahnung ergehen und suchte besondersAdolf von Nassau im bisherigen Diensteifer durch rcicheZusi-chcrungcn zu erhalten. Der Herzog Johann seiner Seits ver-doppelte ebenfalls seine Rüstungen und rief eine Mengefranzösischer Barone der Nachbarschaft um Beistand an.Es erschienen die Grafen und Herren von St. Pol, Sois-svns, Vendome, la Marche, Chatillon, Neufville undMontmorcnci mit vielen Fähnleins, Rittern und Reisigen.Man sah da Pikarden, Artoiser und Champagner mitHennegauern, Flamändern, Hesbayensern und Holländernbunt gemischt, unter einer und derselben Fahne.

Der Herzog Johann, stolz und übermüthig durch sol-chen Zuwachs seiner Streitmacht, drohete seinen Feindenin bittern Worten Tod und Verderben. Beide Theile hiel-ten zu entscheidendem Schlage sich bereit. Da erschien einHerold König Philipps von Frankreich, Raonl de Nelle,im brabantischen Lager und trug die Vermittlung diesesMonarchen an, welchem der Streit in diesen Gegendenaus mehrern Gründen ungelegen kam. Abermal kam manüberein, Guido von Flandern sollte den Schiedsspruch