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1 (1831)
Entstehung
Seite
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fällen. Allein Johann glaubte auch diesmal Parteilichkeitfür Geldern zu ersehen und griff neuerdings zu den Waf-fen. Er verwüstete das Gelderland auf furchtbare Weise;kaum blieb zwischen Bommelwccrt und Venloo irgend eineBurg ungebrochen und auch längs dem Rheinufer fühlteman die Wuth seiner söldnerischen Massen.

Da jedoch um diese Zeit König Philipp mit ArragonKrieg führte und alle seine Vasallen und Freunde zumZuzug aufbieten mußte, kennte auch Johann von Brabant,früherer Zusagen eingedenk, wiederholten Bitten nicht wi-derstehen, und er begab sich, die eigene Angelegenheit demZufall überlassend, zum französischen Heer, nachdem er dieAnführung des limburg-geldrischen Krieges Graf Bcr-thoud von Mecheln anvertraut. Kaum war seine Abreisebekannt geworden, so erhob sich der Graf von Luxemburgmit Macht, umlagerte Schloß Freppont, welches Reinervon Wegesiten besetzt hielt, und zwang es, da kein Er-satz von Berthouds Seite kam, zur Ergebung. Naynaldvon Geldern suchte seinerseits blutige Rache für die erlit-tene große Einbuße zu nehmen, und warf sich zuerst aufGräve; allein hier leisteten Cuyck, Gaesbeck und ein SohnBerthouds überlegenen Widerstand, so daß der Graf wie-der abziehen und mit Verwüstung der Gegend sich begnü-gen mußte. Auch starb ihm um diese Zeit, von dem Wurf-pfcil eines Brabänters durchbohrt, der tapferste Degen,Thielemann de Scinne.

Der Herzog Johann, zu eiliger Rückkehr nach Haus ge-trieben durch eine pestartige Seuche, welche im Lager desfranzösischen Königs wüthete und eine Menge seiner Ed-len mit dahin gerafft, setzte desto freudiger den Kampfwider Geldern und dessen Bundesgenossen fort, als hiermehr Sicherheit des Ruhmes und Sieges zu finden war.Naynald gerieth auf allen Punkten in schwere Noth und