mnthlich im drei oder vier und zwanzigsten Jahre schon,daß er die reizende Jmagina von Limburg, TochterGraf Gerlachs, kennen lernte und um ihre Hand warb.Er zeugte mit ihr noch vor seiner Erhebung drei Söhneund drei Töchter, und drei fernere Söhne nach jenemErcigniß. Aus allem geht hervor, daß die Ehe eine glück-liche war, daß die Eintracht, trotz des Hanges von Adolfzu geschlechtlichen Verirrungen, niemals gestört worden;daß er Jmaginen geehrt und an ihr eine treue Freundinund Theilnehmerin aller guten und bösen Tage gefunden.Die Sage hat nachmals des Namens seiner Gemahlin sichbemächtigt, um das süße Verhältniß-des Nassauers miteiner Nonne in einem Kloster nnweit Straßburg mitpoetischem Gewände auszuschmücken; doch ist vermuthlichGeschichte und Roman hier ineinander verwoben, odervielmehr die Grundrichtung unseres ritterlich-schwärmeri-schen Helden durch ein solches einzelnes Faktum allego-risch bezeichnet und das Weib seines Herzens mit irgendeinem Gegenstand sinnlicher Laune anmuthig verschmolzenworden. (')
Nach dem Tode seines Vaters Walram (noch vor1280) entsagte auch die Mutter Adelheid? der Welt,und lebte, gemeinsam mit ihrer Tochter Richardisund ihrer Enkelin Adelheid, bald zu Wiesbaden, baldzu Mainz, in den dortigen Minorisen-Fraucnklöstern, alsÄbtissin derselben. Acht oder nenn Jahre darauf (1288)starb sie; sie liegt im St. Klarcnkloster letztgenannter Stadtbegraben. Da auch sein älterer Bruder Diether dem geist-lichen Leben sich gewidmet und in den Orden des heiligen
('.I Vogt, rheinische Sagen und Erzählungen und Gottschalk III.Wir werden auf die Legende später zurückkommen.