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erneuerte den Streit, welcher dem Erzbischofe endlich alsolästig ward, daß er Minne für zuträglicher als Trotz hielt,und durch Einkauf der nassau'schcn Gebrüder, in der Ei-genschaft als Vurgmänner,ihre Angriffe entwaffnete (1217).
Auch mit Siegfried von Mainz gcrieth er vier Jahrespater über Sonnenberg, das Schloß, und einen Hof zuBierstadt in Wirren. Heinrich hatte die frühere Schenkungderselben zu Gunsten des Erzstiftes (1124) angcstritten.Zuletzt verglichen sich die Parteien dahin, daß Mainz denHof und Nassau die Burg (als Lehen des ersten) behielt.
Nach Trier und Mainz kam die Reihe an Hessen. DerLandgraf Hermann konnte nur durch Erbauung von Her-mannstcin, an der Dill, sich seiner Angriffe erwehren.
Heinrich hielt treu an der Sache des schwäbischen Hau-ses, als Otto IV. und Friedrich II. um die Krone desReiches kämpften. Im Lager zu Jülich (1214), bei derKrönung in Aachen (1215), bei der Annahme des Kreu-zes zu dem oft verschobenen Pilgerzng, auf der Nömer-fahrt und der Kaiscrkrönung, überall ist er mit unterFriedrichs Gefolge. Er trotzte unter der Reihe seiner ei-frigsten Anhänger dem von Gregor IX. wider den Kaisergeschleuderten Bann; er folgte diesem im Feldzuge von1228, auf der Reise nach Ravenna zum Reichstag, zumOpferfcst nach Aquileia, nach Apulien, und erst im Jahre1234 sah er das langgemiedene Erbe seiner Väter wieder.
Hier fand er alles in wilder Gährung und Betrübniß.Der fanatische Dominikancrbruder Konrad von Marburg,welcher die schöne und geistreiche, aher schwärmerische undmystisch-frömmelude Gemahlin seines Herrn, Elisabeth vonThüringen, mit Geißelhieben, und Niedere und Edle desLandes mit Feuer und Strang bestrafte, hatte auch indas nassau'sche Gebiet die Schrecken seiner finstern Lehreund seiner grausamen Gerichte getragen. Der Graf sorg-