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Wirksamkeit im Lahngau, vor. Ersterer hatte sein Stamm«schloß im Lahngan, der andere im Nidgaue und der letz-tere trug seine Herrschaften in diesen Gauen von den bei-den zu Lehn. Da alle diese drei Geschlechter unmittelbarnach den Saliern Besitzer der salischcn Grafschaften warenund ihre Stammgüter hart nebeneinander lagen, so wirdes mehr als wahrscheinlich, daß sie dieselben, wenigstensweiblicher Seits, von den Saliern geerbt. Wenn Traut-wein durch Wcnk und Dahl gleich unmittelbar an dieHattoncn (Verwalter des Grafcnamtes im Nahegau oderzu Mainz, und zugleich jenes in der Königshnndrede (denKunigesnndral von 772 — 97») angeschlossen wird, sohat dies viele Wahrscheinlichkeit für sich, weil er im Jahre992, somit gleich nach dem letzten Hatto, als Gaugrafvorkömmt.
Vor der urkundlichen Darstellung jedoch sind die Sagenund Lieder der nassau'schen Heldenzeit erst zu prüfen. Dafindet sich denn in dem von Gliedern des Hauses gestiftetenKloster Schönan ein altes Bild vor, welches das tragischeEnde des Grafen Trautwcin zum Gegenstände mit folgen-den, darunter gesetzten Reimen hat:
Zch hab mich deß billig vermessen,
Ebr, Lob und Preis nicht vergessen.
Von dreien Adlern wobl erzogenZn einem Nest, ist nicht erlogen.
Was diß drei Brüder hen gestifftBin ich erfarn wol durch ir Schrifft.
Rupertus. Verstands mich auch recht.
Ein Bischoff zu Mayntz und GvttsknechtDüdo zu Lippurg, evn seltzam Dingk,
Das man itzund nennt uff dem RingkDa wohnten eins Ritter undt Knecht,
El> itzund da wohn Altzelle und Specht,
Trutlhwjiius diß Lantz recht Patroh»