Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
46
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Don Laurenburk der edel Baron,

Als der mit Recht Hot bezwungenSeine Feindt, all überwunden.

Da sahe man nun billig unndt rechtSein Hertz in Freuden schweben.

Aber sein freyer kühner Muth .

Den er trug under seinem eisen Hut,

Was ihm nicht langer dauren.

Das geschah durch einen Bawren,

Der macht sich bald auf die Strassen,

Seinen Zorn wollt Er nit lassen.

Zu einem Busch lag Er verborgen.

Er wacht den Abendt und den MorgenVff die Zukunft dießes Grossen,

Des Dott Er hart geschworen.

Da kam geritten enndt ZellenTruthwin mit seinen GesellenZr Strudt der uff dießer Fardt,

Da dcrselb Bawer auch auf ihn ward.

Er schoß den Grossen uff dem Pserdt,

Das Er zu Doth stürzt'uff die Erdt.

Die Stath der Grass auch mircket eben.

Dieweil er noch hatt das Leben.

Er war dem geistlichen Leben holt.

Er schätzt Silber und auch sein Golt.

Schonaw ein Kloster uff der StadtStifft Er da Er durchschossen wardt.

Selig was des Grosse Thrutwin,

Den heiligen Patron Sant FlorinÜberall sein Guth, Gülth, auch Renth,

Erbt er i» seinem letzten Testament.

Man schrieb Datum, sog ich vorwar,

Dausent, hundert, zwanzig sechs Jahr.

Diesen Versen nach zu. schließen, lebten gleichzeitig dreiBrüder, aus lauernburg'schcm oder nassau'schcm Geschlecht:Rupert, Erzbischof zu Mainz, Dudo, zu Liebburg auf