^ 43 ^
zu Arnold und Wigsier, mit denen erst die historisch-genealogische Gewißheit beginnt.
Von Druwin (Drntwin), Grafen des Kunkge-sundra, kömmt nnnmehr anzumerken, daß er in einerSchcnkurkunde K. Otto's III. (992), zu Gunsten des Klo-sters Scls ausgestellt, als Zeuge, sodann als Wohlthäterdes Klosters Schönem aufgeführt wird; von Dudo, Gra-fen zu Lauern bürg aber, daß er (1093) das Kloster Lachgestiftet und dasselbe mit Gütern beschenkt, daß er fernerdie Kastvogtci über die Kirche zu Lipporu bekleidet undDrutwiu mit klaren Worten als einen seiner Vorfahrenbezeichnet hat. Daß er vermählt gewesen und Sprossen hin-terlassen, geht nirgendwo klar hervor. Alnordi hält fürdas glaubwürdigste, daß einer seiner Brüder die Familiefortgepflanzt.
Die Lauernburg lag zwei Stunden unterhalb Dietz,auf einem Berge, an dessen Fuß die Lahn vorbeiströmt.Nur wenige Ruinen sind jetzt mehr von ihr zu erschauen; (')das Dorf, in dessen Nähe sie sich befindet, gehörte, alsdie alte teutsche Reichsverfassung und die Reihe von nas-sau'schen und anhalt'schen Fürstcnthümeru noch bestand, zuEstrau, oder der Grafschaft Holzappcl. ss)
Daraus meint Arnoldi schließen zu können, daß dieEsterau eine der ältesten Besitzungen des nassau'schcn Hau-ses gewesen und daß erst von hier aus nach und nach sein
(') Die Beschreibung von Lauernburg und Alt-Nassau siehe inGottschalks Ritterburgen. Der Verfasser hält die Sagevon dem jagenden Edelmanns, welcher die Stelle der erster»Burg äußerst wohnlich gefunden und daher seine Zdee derAufführung eines Schlosses ausführte, für wenig wahrscheinlich.
(') Die urkundliche Geschichte derselben wird irgendwo ander?beurtheilt werden.