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die Güter in der Wettern» und im obern Lahngau. NachEberhards Fall brachten die Verhältnisse der nahen Bluts-frcundschaft und die Verdienste um Otto den Grafen ei-nige Stücke von der Verlassenschaft des treulosen Herzogszu. Dadurch ward Anlaß zu neuer Theilung gegeben;denn bald erscheinen nun Udos Nachkommen in der Wet-tern» und Hermann selbst als reichbegüterte Herren in Alle-mannien. Udo genoß die Gunst K. Konrads I. und er-wirkte von demselben für die Kirche zu Utrecht ansehnlicheFreiheiten. Seine Gemahlin war die Tochter Graf Pipinsund Schwester Graf Hcriberts von Vermandois saus derVerwandtschaft Karls des Großen und der Königin Hil-degard). Die Söhne der Beiden, welche mit Gewißheitherausgebracht werden können, sind : Gebhard, Kon-rad, Udo und Heribert, so wie eine Tochter, Judith,nachmals vermahlt mit G. Heinrich von Stade, Großva-ter des Geschichtschreibers Dittmar von Merseburg. Daßnoch ein zweiter Sohn Udo (Bischof zu Straßburg)den vieren anzureihen sey, ist etwas unwahrscheinlich.
Er war ein tapferer und getreuer Herr, dieser Udo, undK. Otto I. mochte mit Fug seine großen Dienste rühmen,welche er bei manchen Anlassen, zumal aber bei der EmpörungH. Eberhards, geleistet. Hiczu hatten sowohl persönlicheFreundschaftsgefühle gegen den König, wie persönlicheKränkungen durch Eberhard erlitten, ihn bestimmt. Man fin-det ihn als die Seele der Bewegungen wider den Herzog; erwußte Bruder und-Sippen zu kraftiger Verbündniß widerdenselben zu begeistern. Sein Rathschlag war dem Königeeben so nützlich, als bei schwierigen Unterhandlungen seineVermittelung; und mehr noch als sein Schwert, erstrittihm oft der erfindungsreiche Geist des Grafen. Auch Her-mann hatte sich der Gunst Konrads 1. und seiner Nach-kommen in reichlichem Maaße erfreut.