VII
gefloh'n, also ist auch jetzt nach bitterer Verhöhnungund langer Verkennung der alte Stolz deines Volkeserwacht; er tritt mit ruhiger Kraft dem treulosen Mör-der gegenüber, und der Gott des Rechts wird seinerWaffe den Sieg, oder doch seinem heimathlichen Bodendie Rettung verleih'n. Der Jüngling von Antwerpenist vorangegangen mit der sichern Bürgschaft desselben :das Aangur Far! van Speyck's hat die Loosungjener Geusen zurückgebracht, welche die Elemente, denFeind und sich selber besiegt.
Astenthalben sind die Leidenschaften der Völker undder Throne an einander gerathen, und furchtbareKräfte wider einander in den Kampf getreten; dasJahrhundert windet sich in ungewöhnlichen Geburts-schmerzen. Des Kampfes Ausgang und Ziel ist unklarund ungewiß. Ein Geschlecht, durch den mühsam an-gelernten Reichthum von Ideen zum Übermuthe ver-führt, und von der eigenen Weisheit trunken, schwebtzwischen der Selbstentehrung der Knechtschaft und denAbgründen schrankenloser Freiheit; für erstere zu kräf-tig, für letztere zu schwach. Es fehlt ihm nicht an be-geisterten Räthen, aber an besonnenem Rath. DieFeinde aller Entwicklung des Menschengeistes und al-ler Erhebung der Menschenkraft drängen sich geschäf-tig in die Mitte, um in den bereits wucherisch auf-geschossenen Saamen schwerer Verhängnisse nochschwerere zu säen. Von außen und von innen ist keineRettung mehr ersichtlich; von oben allein noch magsie ihm werden.
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