Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
336
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barkeiten und Rechtsansprüche mancherlei Art, drehte sich derStreit hauptsächlich um die Burg Mursiein, welche auf BickischenBoden aufgeführt worden. Ein Vergleichs) endigte hier daslange Unwesen. Ebenso eine Sühne mit den Waltcrdorfs,den Mordern Otto's, die Blutrache wider jenes Haus. Alleinschweres Ungemach, äußersten Schimpf und tiefsten Schmerzbereitete dein Herzen der Mutter wie dem Stolze der Fraudie Feindschaft der Ganerben von Hcigcr. Dieses Ge-schlecht, von langen Zeiten her durch Besitzungen an Bnrgen,Gütern und Einkünften im Dillcnburg'fchcn und Siegcn'schcnreich und mächtig, durch Verbindungen mit benachbartenFürsten trotzig und der Abhängigkeit von Nassau als Ober-Lehensherrn, überdrüssig, hatte sich bei wiverholtcn An-lässen große Freiheiten und Gewaltsireichc herausgenom-men, wiewohl nicht gclängnct werden kann, daß es bisweilen,gemeinsam mit seinen Burgmännern und Vasallen, die Gra-sen gegen gemeinschaftliche Feinde tapfer unterstützt. Es be-nutzte auch jetzt den günstigen Zeitpunkt der MinderjährigkeitJohanns, um der noch übrigen Beschränknngcn sich zu entle-digen, welche der Nassan'sche Lchcnsverbänd ihm auferlegt.Adelheid hatte für 2000 Pfund Heller am Allcrhciligcntagc1252 Land, Dorf und Kirchspiel zu Heigcr nebst dem SchlosseGinsbcrg in Siegen, den Rittern Mangold und Heidenreichvon Heiger pfandschaftlich verschrieben und überantwortet.Hauptbricfe und Reverse bestimmten die Art der Benutzungdes Pfandes und die Leistungen der nunmehrigen Inhaber.Von der gräflichen Familie war der Thiergarten im Heiger-' Kirchspiel ausdrücklich vorbehalten worden, zur künftigen Kurz-weil des jungen Grafen. Die Pfandhcrrcn hatten eine ge-wisse Anzahl Lebensrnittel jährlich auf das Schloß zu liefernund der Nutzungen im Kirchspiel bescheiden sich zu bedienen.Allein davon geschah gerade das Gegentheil. Die von Heigcr