Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
335
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Herzog Wilhelm von Berg'") und Ravcnöbcrg holte er mehrals einen Stranß. Es war Graf Ruprecht von Nassau,welcher mit diesem ihn aussöhnte. Weniger bedelitend warder Span mit den Sclbachcni, welcher ebensallS Nicht langedauerte Er selbst übte auf seine Familie vielen Ein-

fluß, und als zwischen ihr und den Wcsterburgeru und Run-kelS, in Betreff der bekannten Westcnvaldersrage, schwere Ir-rungen walteten, brachte er hauptsächlich durch unablästigesBemühen den schon erwähnten Vergleich zu Stande. Ver-muthlich ist er zu Kassel gestorben und in der Bruderk'irchedaselbst begraben worden Von ihm blieb blos ein na-

türlicher Sohn zurück, welchem die Erben Dedeludorf, einkleines Gut im Lnrenburgischen> als Mannleben abtraten.Merkwürdig genug für das Vorurthcil jener Zeit ward diesemin Urkunden von den Verwandten seines Vaters sogar derGrafentitel beigelegt.

Von Otto II. melden die Urkunden wenig. Blos ineinigen Pfandvcrschrcibnngen, Lehenbricfen und Vergleichenerscheint sein Name.

Die Mutter, Adelheid von Vianden, hatte mit dem über-nommenen Amte als Vormüudcrin Johanns I. ff) und Rc-gentin von Nassau-Dillcnburg schweren Stand, des schon an-gedeuteten Umstandcs der zerrütteten Finanzen willen. Siesah sich, um nur der äußersten Verlegenheit Spitze bieten zukönnen, zu neuen Schulden veranlaßt. Das Land Siegen,das Kirchspiel Hcigcr und der Höfe, Güter und Gefalle vielewurden hintereinander verpfändet. Die treffliche Frau trach-tete nach gründlicher Heilung des Uebels, ncmlich nach Schlich-tung der heillosen Zwiste mit den Vasallen. Die Bickcntreten auch in diesen wieder als die thätigsten auf, angelehntau die Wildcnburger und Elkershauser. Außer um Gerichts-

*) izgo. 12. Sept. tags. »«) r7>9i.1) Geboren lZ59 oder tZ4t>.