allerlei Fehden und Händeln gelesen; aber die mcisicn,'sindunbedeutend und unwichtig, gegen die größeren Verhältnisse,i» denen cr so lange sich bewegt; sie betrafen vorzüglich dirInteressen Kölns, welchem cr standhaft bis an scin Endc, zuge-than blicb.
Außcrdcm, daß cr die Parzellen seines Bruders Hein-rich III. wieder mit Nassau-Bcilstcin vereinigte, war nichtunwichtig die thcilwcise Erwerbung der Herrschaft Gchmcn "),wobei cr vom alten Oheim sehr vorgezogen ward, allein mitden Benthcim, Hohlstein, Wisch und Ncssclrodc in Streit ge-ricth, welcher zuletzt durch einen Kompromiß aus Köln, Geldernund Jülich entschieden wurde; ferner, daß cr von KönigFriedrich dem Schönen für Mcngcrskirchcn Stadtrcchtc sichausbat'"") und einen Jahrmarkt erhielt. Auch der Wicdcr-crneucrung der alten Streitigkeiten wegen des Westcrwaldes,mit Wcsterburg und Rnnkel cwahncn wir hier im Vorüber-gehen, dic Einzclnheitcn bieten nur wenig Anziehendes
Unter den vielen lobcnSwcrthcn Einrichtungen, welchedes Grafen Sorgfalt beschäftigt, und welche zur Verbesserungder Landcsadministration gedient, führen wir beispielsweiseblos dic Gerichtsordnung, dic Schultheißen-, die Waldförstcr-und dic Flur- und Feldordnung für Pcn Calcnbcrger Centan, lauter Dinge, welche ihm ein bleibenderes Andenken beider Nachwelt sicherten, als manchem seiner Vorfahren undNachfolger reiche Erwerbungen und mühsalvolle Fehden ohneZweck und Sinn. Gerne würden wir uns ünit dem Inhalt
») Auch das durch dic Brabanterschlacht berühmte Wöringen be-fand sich mit darunter.
") Der Ort blieb jedoch Flecke», da das Diplom in Vergessen-heit kam.
»»») Es handeln darüber Urkunden von 147S, 548» und 1482.'