Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
322
Einzelbild herunterladen
 

ger Gegenwehr, Herzog Johann von Eleve in die Hände ^).In dein Friedensschluß zwischen beiden Partheien vom 27ke»April IV,9 ward Graf Heinrich mit einbegriffen und balddarauf zu einem der Kommissare für Untersuchung des Schul-denwesens und anderer Gebrechen der Verwaltung im Ehur-siifte ernannt. Der Nachfolger Dieterichs, Erzbischof Ru-precht, hatte für so treue und männliche Diensie ein schwa-ches Gedächtniß; ja es entstand sogar Irrung zwischen ihmund dem Grafen, da die vielen Anforderungen und Pfand-schaften desselben ihm beschwerlich fielen und allzu uu-verhältnißmäßig schienen. Noch mehr aber trug hiezndas gespannte Verhältniß Ruprechts zu seinem Domkapiielund zu seinen Landständen bei; es scheint, daß Heinrich Par-tbei dabei genommen, und zwar vielleicht, weil von derGerechtigkeit ihrer Sache überzeugt, mehr für Letztere, als fürErsteren. Wie er mit dem Erzbischof sich endlich abgesun-den, kaun nicht genau ermittelt werden; Ruprecht selbst nahm,wie man weiß, einen schlechten Ansgang, denn Kapitel undStände setzten ihn, als einen Unwürdigen und Rechtsverle-tzer, ab. Dagegen erscheint Heinrich von Nassau früher undspäter noch, in freundlichen Berührungen mit der Reichsstadt;so hatte er namentlich ihre Fehde mir den Westerburgern aufeine für sie vortheilhafte Weise geschlichtet.

Nicht unwichtig ist für seine Geschichte, daß selbst beidem großen Kampfe, der zwischen Adolf von Nassau und

*) Diese Fehde ist von vielen Geschichtschreibern ausführlich beschrie-ben worden; die besten und gründlichsten Nachrichten findetmau bei Westphalen in den vinnum. ine<I>t. 2'. III. unterder Rubrik' ^ckversaria rnruin inte,' l'livcxlnrlcum ÄlcttwseumLvl. et keinp»!. 8>i5.'Uev5<?m gr,>>n»-uni z bei Em IN in g Hau-sen' ^lemoriivilia 8uz.izcnli.-i ?. VII. BroslUsi ^nn.il, LIi-VINN5. Häberlin: .^n.ilcci.i inccl. !>evi. 8. II. und in den be-kannten Werken von Teschenmacher, Sehate», Gund-ling u. s. w.