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2 (1832)
Entstehung
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in den geistliche» Stand, »ach dem Beispiel seines Bru-ders Wilhelm, getreten, nahm er doch mit seinem Bruder Jo-hann eine Abtheilung des väterlichen Erbes vor. Ihm wurdendie Liebenscheid nnd das dazu gehörende Gebiet. Meist ver-weilte er auswärts. Er verfolgte mehr als einen ehrgeizigenPlan für höhere Würden, zu denen sein Stand und mancherGcschlcchtSverwandten Beispiel ihm Hoffnung gab. Nur wenighatte es auch gefehlt, daß er zu Münster bei erledigter Bi-schofswahl erhört worden wäre 'ch. Aber eine unbedeutendeStimmenmehrheit entschied für seinen Mitbewerber, Heinrichvon Mdrs. Zum Ersatz erhielt er hiefür vier Jahre später sei-nes Bruders Wilhelm Kanonikat und die Domprobstci zu Mainz,als dieser gestorben. Auch zu Bonn und Köln bekleidete erähnliche Stellen, welche beträchtliche Reichthümer ihm verschafften.

Heinrich gehörte > zu den eifrigsten Anhängern des Erzbi-schofs zu Köln, Diethcr von Mörs, eines Hauptanhängcrsder französischen Parthci; er machte seine Kriege mit, schoßSummen vor und übernahm Bürgschaften, wofür ihm dieRheinzölle) mehrere kölnische Schlösser und Aemter verpfändetwurden. Einige davon brachte er bleibend auf sein Haus; soAlten-Wicd, Lahrs, Lyns, Rcichenstein u. s. w. Er mußtejedoch harte Versuchungen und Schläge des Schicksalsfür seinen kriegerischen Ungestüm und für seine Anhäng-lichkeit an den gleichgestimmten Prälaten erdulden. Dennobgleich seine Tapferkeit bei mehreren Anlässen, zumal inSchreiben des Erzbischofs und der Stadt Dortmund, deren be-sonderer Hauptmann er war, Beifall und Aufmunterung er-halten, so stand doch um so weniger ihm die Vorsicht bei. Inder berühmten Socstcr - Fehde spielte er eine Hauptrolleunter den mit Köln befreundeten Dynasten. Allein da seineStreithitze ihn allzusehr vorwärts trieb, so fiel er, in demunter den Mauern der Stadt gelieferten Treffen, nach muthi-

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