Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
320
Einzelbild herunterladen
 

Span mit Westcrbnrg wegen des Wcsicrwaldcs, die Theil-nahme Johanns an dem Hessischen Erbfolgckrieg nnd dieDetails seines Schuldenmachcns übergehen wir. Im Jahr1st7Z starb Johann, nachdem er schon einige Zeit zuvor seinenSohn zur Mitrcgicrung des Landes zugelassen. Seine Bio-graphie ist farblos und dürftig an Nachrichten. Bei widerli-chen Erbstreiten vorbcschricbcncr Art, konnte der Sinn aufGrößeres nur wenig gerichtet seyn.

Aus der ersten Ehe mit Mcchthilde von Jsenbnrg-Grcnsau waren dem Grafen Johann blos zwei Kin-der, Margarctha und Philipp, geworden. Erstere ehelichteHerrn Hans von Schoueck und später Herrn Moritz vonPyrmont. Letzterer, welcher neben andern Titeln auch denvon Grensau führte, stritt an des Vaters Seite den bekann-ten Socsicrkrieg, unter den Bannern des Erzbischofs Dictc-rich zu Köln mit und verlor in dem Treffen bei Soest dasLeben

Ans der zweiten Ehe mit der Braut seines Sohnes,Jcannctte von Geh m c n durch welche Nassau-Bcil-stcin Ansprüche auf diese Herrschaft erbte, blieben ihm eben-falls ein Sohn, Heinrich (IV.), welcher die Linie fort-pflanzte und eine Tochter, Elsbcth, mit Otto von Bron-korst, einem niederländischen Dynasten, vermahlt. Aber auchaußer der Ehe hatte Johann vielfach die Freuden der Liebegenossen und mehrere natürliche Söhne werden in Urkundenaufgezählt. Er sorgte für sie mit gleicher väterlicher Zärt-lichkeit, wenn sie auch am Rang und an den Vorrechten derFamilie keinen Theil nehmen konnten.

Wir kehren nunmehr zu Heinrich III. zurück. Obgleich

*) Wahrscheinlich gestorben nach 14Z6.*") Im Jahr 144g.

««) Wahrscheinlich gestorben nach 1450.