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Reinhard verschwindet früher aus den Urkunden, alsHeinrich, obgleich er bestimmt erst nach ihm gestorben ist ^).Dieser setzte sein von Anfang an entwickeltes System dermöglichsten Sparsamkeit und des Wicdcrcrwerbs der veräußer-ten Familiengüter fort, und bildete darin ganz das Gegen-stück zu seinem Vater. Das beträchtliche Familicngut, wel-ches seine Gemahlin, Katharina von Rande rode, zuge-bracht, kam ihm hicbci nicht wenig zu statten. Es geschahjedoch alles nicht ohne schwere Opfer und zahlreiche Schwierig-keiten. Seine Verhältnisse wurden übrigens immer glänzender,so daß er selbst Anverwandten des Hauses in ihrer Bedrängnis;Summen vorstrecken konnte, wie dies namentlich mit Philippvon Rassau-Saarbrücken der Fall war.
Heinrichs Charakter war liebenswürdig, fest und gerade.Viele Fürsten achteten darum ihn hoch, und besonders schenkteKönig Ruprecht ihm Freundschaft und Vertrauen. Als der-selbe in der, bei Johann II. von Mainz ausführlich erzählten,Streitsache mit dem Marbachcrbunde zu einem Kompromißsich entschlossen, wählte er vor allen Heinrich von Nassau hic-zu. Sein Todesjahr ist eben so unbestimmt, als dasjenigeseines Bruders'-'*). Er ward jedoch zu Mainz begraben, wosein Sohn Wilhelm Domprobst war, und wo er oftmals fürlängere Zeit seinen Aufenthalt genommen. Auch seiner Ge-mahlin Hülle ruhet daselbst.
Die hinterlassenen Kinder waren:
Katharinc, vermählt mit ^Reinhard II., Grafen zuHauau-Münzcnberg
-) Zusammen erschienen sie auch bei der Ausnahme der AbteiMarienstadt (Grafschaft Sayn) iu die Bnrgmannschaft undbei Verwilligung der Zollfreiheit an dieselbe.
"*) Wahrscheinlich starb er zwischen t4ro und mrs, Reinhardaber bald darauf.
"'! Sie kommt in den Jahren 1407 — razv urkundlich vor.