Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
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Heiger versetzen, ja sogar nachmals zu einem trierischcnLehen machon. Noch später suchte er für das Dorf Licben-schcid bei Kaiser Karl IV. Stadtrechte nach, welche im Ver-lauf der Zeit verschollen. Man liest, daß Graf Heinrich auchim Lothringischen, namentlich in Verdnn, bisweilen sich auf-gehalten habe. Welche Verbindungen oder Geschäfte ihn dort-hin gezogen, ist nirgends ersichtlich.

Während des politischen Schisma's zwischen Ludwig demBaier und Karl von Luxemburg, ergriff Heinrich des Ersten,Parthci und fand bei dem Könige ein dankbares Herz, na-mentlich durch Verleihung von Zollerhebungen an fremdenZollstätten. Mit Köln, der Reichsstadt, kam er in Unfrie-den; darf man die Worte der Urkunde, welche darüber han-delt, genau nehmen, so geschah es in Folge von Wcgclagcrnng,deren sich der Graf nicht schämte, und die er an Kaufmanns-gütcrn verübte, eine Handlung, welche in Nassau'schcn Gedcnk-büchcrn glücklicherweise nur selten vorkömmt. Die Sacheward jedoch, zu seiner Ehre, bald wieder vermittelt. Diemeisten übrigen Dokumente, welche von ihm und über ihnnoch vorhanden sind, lassen annehmen, daß er eine schlechteWirthschaft geführt und dabei an seiner Gemahlin eine treueHelferin gesunden. Beide Liebende, von Natur aus etwasleichtsinnig, lebten so ziemlich nur für den gegenwärtigen Tagund verschleuderten Domänen und Einkünfte mit großer Sorg-losigkeit über die Zukunft der Familie.

Amöna war lange vor Heinrich ") gestorben Siehinterließ eine Tochter unbekannten Namens und zwei Söhne,Heinrich II. und Reinhard.

Heinrich II- und Reinhard verwalteten ihr väterli-ches Erbland gemeinschaftlich, nachdem sie noch bei Heinrichs

- ch Gestorben vor 1380.«) Wahrscheinlich im Jahr 1368.