Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
309
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jene des Herzens, und die Freundschaft des Landgrafen Hein-richs von Hessen kräftigte ihn in seinem Vorsatz. Es kamso weit, daß die beide Brüder sich rüsteten, ihren Handel mitden Waffen auszumachen. Allein Gcrlach von Nassau, ihrVerwandter, und Dietrich von Loon, ein Freund des Hausesseiner Gemahlin, mitreiten. Au Hachcnburg wurde ein vor-läufiger Theilungsvertrag abgeschlossen, und dieser enthielt fol-gende Bestimmungen:

Heinrich bekömmt zu seinem Antheil den CalenbcrgcrCent mit den Burgen Beilstein, Mengcrskirchen und Eichcn-berg (Meicnbcrg), Liebcnschcid und den Wcstcrwald, mit Man-nen, Burgmanncn, Gerichten, Leuten, Gülten und Gütern;ferner die Gemeinschaft am Stammschloß Nassau, jedoch ohnedie Einkünfte, welche von demselben herrühren; dafür ausandern Quellen zu beziehen: 100» Mark Vrabantcr Währungjährlichen Einkommens. Otto: die Gemeinschaft am Stamm-schloß nebst allen Gefällen desselben, das Land Siegen mitdessen Burgen, die Hcrborncrmark, nebst den Schlössern Dil-lcnburg, Hcrborn und Wallenfcls, sodann das Gericht Hci-gcr, Löhnbcrg mit den Dörfern Walthausen und Odcrsbachu. s. w.

Ein zweiter Vertrag, nach des Vaters Hinschcid errich-tet, bestätigte den erstem in den mcistenPunkten und faßte bloswenige, unerhebliche Aenderungen und Ausätze. Durch dieseTheilung traten zwei neue Linien, außer der schon bestehen-den von Hadamar, im Hanse Nassau hervor. Wir beginnenmit der jünger», welche nach etwas mehr als zwei Jahrhun-derten bereits wieder eingegangen ist.

Von den Lcbensschicksalcn Heinrichs ist sehr wenig be-kannt. Die Liebe zur schönen Amöne und stilles Hcrzcnsglück,wenn anders die Leidenschaft ein solches aufkommen ließ, füll-te» den meisten Theil seiner Zeit aus, die er abwechselnd zuBcilstein und Liebcnschcid verbrachte. Letztere Burg mußteer, vermuthlich, als Gcldnoth ihn preßte, an die Herren von