Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
304
Einzelbild herunterladen
 

Bicken hinfüro blos das gräfliche Recht anzusprechen; die Bi-eten selbst behielten die niedere Gerichtsbarkeit zu Ebcrsbach,bis ein neuer Kauf im Jahre 1486 auch diesen Ucbcrrcst deralten Herrlichkeit an die Nassau's brachte. Ein letzter Ver-trag Graf Heinrichs mit Gyso's Erben ") zu allem Ucbcr-fluß hatte mögliche Einsprache in der Zukunft beseitigt. Abernur mir äußerstem Schmerz und Widerwillen konnten diefeindlich-gesinnten Bieten dazu gebracht werden, den Umstän-den sich zu fügen; die Nassau'schc Hoheit blieb ihnen fortwäh-rend ein Stein des Anstoßes und des Acrgcrs. Von Anfangbis zu Ende, wo sie mit den Grafen in Berührung gekom-men, hatte Zcrwürfniß und Hader mit ihnen statt gefunden.Die Bicken waren ein Geschlecht erfüllt von citclm Stolz undüppiger Vcrgrößcrungssucht ohne hinreichende Kräfte hiezu, al-ler Ruhe und Unterordnung abhold; sie schrieben, was dieUmstände zu ihren Gunsten gethan, wenn ihr Widerstand oftsiegreichen Erfolg hatte und größere Plane Anderer durch-kreuzte, der eigenen Wirksamkeit und den eigenen Verdienstenzu. Dessen ohngcachtet erreichten die Nassauer das langvcr-folgte Ziel, und sahen im Verlaufe der Zeit ihre Gegner gcdc-mürhigt und machtlos.

Fast noch größere Hindernisse als bei den Bickcn, wegender Erwerbung des Gerichtes Ebcrsbach, fand jedoch Heinrich inseinem Unternehmen, die Nassau'schc Landcshcrrlichkeit überdas Gericht Sclbach zu begründen. Die Gancrbcn dieses inviele Linien verzweigte und durch eine Reihe von Burgen undBurgsitzen bedeutsamen Geschlechts setzten den beharrlichstenEinspruch entgegen und der Molsbergcr Vorfall hatte ihremEinfluß und ihrer Herrschaft neue Verstärkung zugebracht.Die Sayus unterstützten sie rüstig in ihrem Widerstände.Auch die Pfalz begünstigte Heinrichs Absichten nicht und dieMolsbcrgc wurden für die voreilige Veräußerung des Lehens

ch Vom Oktober t?ri.