Die Gefangnen nahm der Churfürst von Trier zu Handen,bis zu völligem Austrag der Fehde.
Der Kompromiß von Boppardbestimmte, daß Johann,von wegen Emicho's, den Hadamar'schcn Theil an Nassaunebst aller Zubehör erhalten, Emicho selbst für einen Grafenvon Nassau anerkennen und für dessen standesmäßigcn Unter-halt hinfür sorgen sollte. Ueber Laurcnburg, die Estcrau,Wcidcnhahn und Gcrshausen ward zwischen Johann undDic-thcr eine Gemeinschaft in derselben Weise errichtet, wie sievorher zwischen ersterem nnd Ruprecht statt gehabt. NachEmicho's und Anncns Hinschcid wird Johann Alleincrbc inihren Burgen, Landen und Herrschaften, dagegen auch nachAlinciiö Tod die Katzcncllnbogen in ihren durch die HenrathDiethcrs mit ihr erworbenen Ansprüchen auf nassau'schcs Bc-sitzthum derselben nicht beeinträchtiget werden sollte.
Die Zwistigkeitcn ruhten nunmehr bis nach Annens kinderlo-sem Tode Ebenso war die Frage über Dricdorf besei-tigt. Hessen behielt sein Drittel, belehnte aber die Katzenelln-bogcn mit den übrigen zwei Drittheilen ohne Weigerung.Gleichwohl hatte die Gräfin Anna ihrem Vetter von Dillen-burg noch einen Spuck gespielt, und durch einen, kurz vorihrem Hinschcid mit ihrem Stiefsohnc Johann zu Katzenclln-bogcn geschlossenen Kaufvertrag die Hauptbestimmnngen desBoppardcr-Verglcichs zu vereiteln gesucht; wäre jener in Er-füllung gegangen, so hätte das Haus Nassau einen großen Theilsdes ihm wieder hcimgcfallcncn Stammgntes an Katzcncllnbogeneingebüßt. Viele der wichtigsten Pfandschaften nemlich ausihres Vaters Verlassenschaft, darunter Dricdorf oben an, wa-ren dem Junker in ihrem Kaufbrief überlassen worden; hieeinzige, noch lebende Schwester Anncns, Adclheide von Ca-
») Sonntag nach Fronleichnam tZät.5») Jänner ttnt.