Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
294
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cllnbogen, Graf Heinrich zu Sponheim, dir Stadt Wctzlarund eine Anzahl Ritter; ebenso, als Verbündete dieser, dicGrafen Simon zu Sponheim und Gerhard zu Dictz, so wiedie Herren Krieg und Lahnstein.

Für Ruprecht standen blos dic Grafen von Solms, dic Herrenvon Jsenburg, Runkel, Arcnthal und Vcrmctrode. Als derbei weitem schwächere vcrlor er natürlich den Streit. Emsfiel in die Gewalt der Widerpart. Diese aber, hicmit sichnicht begnügend, hetzte ihm auch noch den Kaiser auf den Halsund brachte ihn in die Reichsacht. Endlich, nach vielen plan-und nutzlosen Neckereien, Scharmützeln und Verwüstungen, ver-mittelten die Erzbischöffc von Trier und Köln und der Bi-schof von Straßburg. Ruprecht erhielt Ems zurück, wardaber zu Erfüllung der Vertrage über das Hadamar'sche Erbeangehalten.

Allein beide Theile hatten bei dieser scheinbaren Versöh-nung nur Zeit und frische Kraft zu gewinnen gesucht; dicGemüther waren allzusehr wider einander erbittert, als daßauf dauerhaften Frieden gerechnet werden konnte. Der un-bändige, aller Ruhe—wie sein Zuname schon andeutet — ab-holde Ruprecht zumal machte schon im folgenden Monatesolche Anstalten, daß Johann und seine Freunde ohne Zögernauf ihre Sicherheit achten mußten. Sie beredeten die Veilsteincr,bei Wiederbeginn von Feindseligkeiten, Ruprechten ihre Burgenzu verschließen. Löhnbcrg gab wirklich cinc taugliche Veran-lassung, dem innern Unmuth wieder Luft zu machen, und obauch ein Vergleich darüber alle fernern Zwiste beseitigt zu ha-ben schien, so ward dennoch zu den Waffen gegriffen. Sokostspielig und empfindlich dic angerichteten Verheerungen wa-ren, so kam doch nichts Erhebliches weder für den einen nochfür den andern Theil heraus, und man ging daher ans einKompromiß der Grafen von Sponheim und Viandcn und desteutschen Städtcbunds am Rhcinc ein. Er fiel in der Haupt-sache zum Vortheil Johanns aus; fast alle Einwendungen