schwangn', zu welchen die Burgen Stützpunkte bilden soll-ten. Vermuthlich war der Ertrag seiner frühern Pfründendie unversiegliche Quelle für die bedeutenden Auslagen, welcheseine Unternehmungen, Bauten sowohl als Befestigungen, ihnkosteten.
Auch der Grciffcnstcin fesselte seine Aufmerksamkeit. Zwarwar diese Herrschaft bereits seinem Hause versichert; um je-doch völlig Meister der Sache zu werden, bemühte sich Jo-hann, welcher Konig Friedrichs schwache Seite kannte, solange, bis dieser gegen 3000 Mark Silber ihm Grciffcnstcinals Pfandlchcn mit dem Zusätze übergab, daß auch der Bru-der Heinrich, im Fall seines eigenen unbccrbtcn Hinschcids,in dasselbe eintreten, und er, Johann selbst, die Vesugniß ha-ben sollte, das Schloß wieder aufzubauen, was von Seiteder Sayns, trotz der von König Ludwig erhaltenen Auffor-derung, bisher nicht geschehen war. Allein Johann war nichtglücklicher als jene in der Ausführung dieses Entschlusses. DerPfalzgräfin Mcchrhildc lieh er auf die Hälfte des Bachara-chcr Zolls und die Burg Fürstenbcrg Ü000 Mark Silber.Er stand mit dem Hanse Pfalz in vielfacher Berührung undsehr freundschaftlicher Verbindung. Schon im Jahr 1313 warer als Bevollmächtigter Rudolfs auf den Vorbcrcitungstagzu Rcnsä für die römische Königswahl gegangen. Als derPfalzgraf gestorben, vertraute man ihm die Vormundschaftüber dessen hinterlassene Kinder an.
Eine fernere Burg, welche Graf Johann durch Kauf ansich brachte, war Katzeücllnbogcn, nebst der gleich benanntenStadt. Er erhielt sie um 2200 Pfund Heller vom Rau-grafen Heinrich, ihrem damaligen Besitzer. Aber Graf Wil-helm von Katzenellnbogen selbst kündigte ihm hierüber Fehdean, da es diesem große Schmach däuchte, den Sitz, von wel-cher er und sein Geschlecht den Namen trugen, in fremdeHände kommen zu lassen. Die Entfernung machte es demNassauer unmöglich, die neue Herrschaft gegen einen thätigen