Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
280
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ßen dieselben mir ihren Vettern von Walram cinc ArtSchutz- und Trntzbund, nachdem sie den Hauptthcilnngs-vcrtrag in allen seinen Bestimmungen erneuert^).

Da Gras Johann kinderlos schied, so wird eS zweck-mäßiger seyn, seine Geschichte vor jener der beiden älternBrüdern zu durchgehen. Er sowohl wie Otto hatten demgeistlichen Stande sich gewidmet; ein Kanonikat zu Wormsward in der Folge ihm zu Theil; allein seine Gedanken wa-ren nicht mit dem unfreiwillig ergriffenen Berufe erfüllt, son-dern trachteten nach der Welt zurück. Kaum waren daherseine Eltern, das bisherige Haupthindcrniß, gestorben, als ersich saknlarisiren ließ und bei der Theilung Dillcnburg undBeilstein mit seinen Jugehorden, als gesetzliches Drittel seinerväterlichen Erbschaft, nahm. Auf der Dillcnburg selbst schluger fortan seinen Wohnsitz auf. Damals umgaben nur wenigeHäuser und Hütten dieses Schloß. Die Absicht Johanns gingdahin, eine Stadt daraus zu schaffen und er traf allerlei ein-leitende Anstalten hiezu. Vom Könige (Friedrich dem Schö-nen) erhielt er Rechte und Privilegien für seinen Licblings-ort. Achnlichcs für Beilstcin, welches er ebenfalls zur Stadtzu erheben gedachte. Aber der Tod überraschte ihn mittenin seinen Vcrgrößernngsplancn. Beilstcin blieb Dorf nachwie vor und Arnoldi setzt hinzu: „zum Wohle seiner Bewoh-ner. Denn in dieser rauhen bergigen Gegend, entfernt vonallen Heerstraßen, würden Handel und bürgerliche Gewerbeschwerlich jemals zu einem glücklichen Gedeihen haben gelangenkönnnen."

Derselbe Todfall hinderte auch die Erbauung einer neuenBurg auf dem Einrich, über welche Johann bereits mit sei-nem Vetter Gcrlach von Nassau-Walram einen Vertrag gc-gcschlosscn hatte. Der Sinn des Grafen stand auf Hohesgerichtet und er ging mit mancherlei kriegerischen Planen

ch Im Zahr tzza, Sonntag nach Pfingsten.