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gcnhcit, das große Werk seines Geistes auch von oben herabfördern zu lassen. Diese Stellung eines Hofcavaliers selbst,in welcher wir den Erzvater der von den Hofleuten gegenwärtigso sehr geschmähten und verfolgten Preßfrcihcit erblicken, bil-det für den aufmerksamen Gcschichtsfreund eine frappanteSeite.
„Ein adclichcr Hofdicusi — bemerkt Gutenbergs Bio-graph — verschaffte dem aufgenommenen Edelmann ein ge-müthliches Leben. Ohnaufgcfordcrt folgte er dem fürstlichenHoflagcr, wo er freien Tisch und Futter für seine Pferde hatte.Sogar zur Kleidung erhielt er Tuch in der Hoffarbe und truggewöhnlich eine Art von Mantel, den man Tappert nannte.Am Hof wurde nach damaliger Sitte weidlich gezecht. Mitleeren Humpen fuhr man dahin und mit vollen zurück. Erstim 16. Jahrhundert suchten die Fürsten durch eigene Hoford-nungcn dem Uebcrmaas zu steuern. Der Churfürst JohannSchweikard von Kroucnberg verordnete noch im Jahr 1605
unserm Stift unser lieber getruwer Johan Gudenberg getanhait — darumbe wir ine zu unserm Dhiner vnd Hvffgcstndtvfsgenvmmen — wir sollen vnd wollen ime auch svlichen Dienstdivile er lebt, nit nffsagen und das er solichs Dienstes genesenmöge, so wollen wir ime alle jar — wan wir unsern gemeinenHoffgestndt kleydcn werden — gleich unsern Edelcn, kleydeuvnd unser Hoffkleydung geben lassen, vnd alle jare eins iglichenjars zwanzigk maller kvrns vnd zwey fuder wins zu gebrau-chnng sines huss — doch das er die nit verkeuffe oder ver-schenke, frey ane ungelt, nyderlage vnd weggcld in vnser StattManze eingehen leisten, ine auch, divvile er lebt, vnd unserDhiner sin vnd blieben wurdet, wachend vvlge — Dienst,schatzung vnd anderer in gnaden erlaissen. Vnd hat unsdarüber der egin johan Gudenberg in truwen gelobt. Eltvilam Dornstag sant Antonientag, 1165" ^ Schaab im a. W. hältmit Recht dafür, daß die „annemigen vnd willige» Dienste"sich ans die Theilnahme an der Fehde wider Diether» be-ziehe».
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