Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
224
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nes seiner Zeit, Acncas Sylvius, und bei der Erinnerung anseine Vorfahren, Gerlach und Johann, hatte er auch nichtanders gekonnt. Die meisten seiner Domherren waren wis-senschaftlich gebildete Männer, wenn sie auch gleich dieLeuchte der Erkenntniß sehr oft mit der zerstörerischen Brand-fackel vertauscht. Sehr anziehend ist sein Verhältniß zu Jo-hann von Gutcnbcrg, dem Erfinder der Buchdrnckerkunst.Schon in der Geschichte der Einnahme von Mainz ist desSchutzes erwähnt worden, welchen er der großen Erfindungangedcihcn ließ. Dieser Schutz bezog sich hauptsächlich aufFaust undSchöffer, deren zwei Druckereien bei der Katastropheein so unglückliches Loos getroffen hatte. Allein Gutcnbcrgselbst erfreute sich besonders freundlicher Behandlung von Seitedes Churfürsten. Es scheint — was auch zu merkwürdigenVcrglcichungcn Anlaß geben kann — daß er ein eifrigerAnhänger Adolfs von Anfang an gewesen war. Derjenige,welcher die Fesseln des menschlichen Gedankens mächtiger alsirgend ein andrer löste und die Schranken des Gcistcrvcrkehrszwischen den Völkern der Erde niederriß, bekämpfte den edel-sten und eifrigsten Verfechter kirchlicher Freiheit, Dicthcrn vonJscnbnrg! Gleichwohl blieb auch er von den Mißgeschickender Nacht und des Tages vom 28. und 29. Oktober nichtverschont; es sind alle Anzeichen vorhanden, daß seine Dru-ckerei, gleich der seiner Gesellen, im Gewühl jener Plünderungund in der Anarchie des Brandes zerstört worden. Alleindie Unterstützung des Churfürsten setzte ihn wahrscheinlich balddarauf wieder in den Stand, seine Sachen frisch zu betreiben,und seine neue Stellung als „adelichcr Hofdicnstmann," wozuer im Jahr 1ä65 mittelst eines, noch vorhandenen, Diplo-mes'"'), ernannt worden, gab ihm sicher mehr als eine Gclc-

-) Es lautet also: „Wir Adolf:c. lc. bekennen, das wir habenangesehen, annemige und willige Dienst, die uns vnd