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des Odcnwaldes geraume Zeit hindurch unsicher gemacht. Ererstürmte sowohl den Schupf, als den Borbcrg, die beidenHauptsitze jener Raubritter und setzte Kurt von Bcrlichiugenals Vogt über dieselbe.
Was er für das Domstift zu Mainz, für das Kollegiat-stift zu Stcina und für verschiedene Kirchen und Kloster sei-nes Sprengels that, kommt in geringen Betracht neben dengrößern Begebnissen seines Lebens und seiner Regierung; nurdas führen wir noch au, daß er auf Handhabung der Kir-chcnzucht strenge hielt und besonders in den Fraucnklösicrnbedeutende Reformen vornahm. Die gottgcwcihtcn Jungfrauenhatten, vielfach ihres Berufes völlig vergessen, den Lüsten derWelt auf ärgerliche Weise gehuldigt und oftmals ohne Regelund Beschäftigung, dic hciligen Zellen nach Gutdünken gewechseltoder ganz verlassen. Sie wurden daher unter genauere Auf-sicht gebracht, und verdoppeltes Fasten und verstärkte Pöni-tcnz sollten dem Unwesen, welches die Frommen betrübte, fürimmer steuern. Aber weder die Furcht vor den Censuren desErzbischofs noch vor der strafenden Geißel konnte bei Vielendas wild empörte Blut ruhiger machen. Die Klagen widerdie Nonnenklöster erneuerten sich noch oft, und Adolf sah sichsogar veranlaßt, allen Personen, mit geringer Ausnahme, denJutritt in dieselben zu verwehren
Noch wichtiger aber als dieser Eifer für Kirchen undKloster, stellt sich uns dasjenige dar, was Adolf der Geistes-bildung seines Jahrhunderts und aller kommenden geleistet.Er liebte die Wissenschaft und die Gelehrten sehr, wie wir be-reits früher angemerkt; als Pflegling des geistvollsten Man-
) Ueber die Unordnungen nnd Ausschweifungen der damaligenKlostcrwelt vergleiche' w: i'ewi'mltUonc Nonaswrio»
rum ew. und der Gebrüder Th eine r Werk über die Folgendes Cölibats.