Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
222
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einen Koadjutor. Merkwürdig genug, unterhandelte er spätermit demselben wieder zur Vcrzichtlcistung auf diese Würde,da er andere Plane für die Zukunft entworfen. Selbst mirder Pfalz kam ein enges Freundschaftvcrhältniß nach langerbitterer Bcfehdung zu Stande, und erst zu Ende seines Le-bens loste es Adolf wieder, durch die dringende Vorschlägedes Kaisers hiczu veranlaßt. Er schützte Fritzlar, welches aufungerechte Weise durch die Richter der heiligen Vchm bedrängtworden, mit energischer Fürsprache. Den Mainzern that ersehr wehe durch die Bestallung eines ihrer ehemaligen Haupt-bedrängcr in den vcrhängnißvollcn Oktobcrtagcn, Eberhardsvon Kvnigstein, zum obersten Befehlshaber der Stadt, in desStifts und des Kaisers Namen. Gemeinschaftlich mit diesemtraf er alle Maasrcgcln, wodurch der immer wache und vonZeit zu Zeit thätige Freiheitsdrang der Bürger niedergehaltenund Versuche zur Wiederherstellung des alten Zustandes ver-eitelt werden mochten. Sorgfältig ward daher besonders sürdie Bewachung der Thürme und Mauern gesorgt. Eben soschwer als dies, sühltcn sie die neuen Auflagen, welche er vonihnen erhob, und wozu die Leere aller Kassen, seiner eigenen,wie jene des Stifts, somit bittere Noth, ihn trieb.

Mild erzeigte er sich den Fuldcrn, welche durch den Kriegvöllig verarmt worden. Mit besonderer Gunst handelte ergegen Erfurt; er verlegte, den Bitten des Rathes und derGemeinde weichend, das Gericht daselbst nach einem andernOrt, und gestattete ihnen später sogar das Münzrecht.

Im Jahre 1467 trat Adolf in ein enges Bündniß mitLaud-graf Heinrich von Hessen, seinem alten Gegner, welcher jedochden Zcilshcimcr Frieden vermittelt und den verworrenen Ange-legenheiten mit Dicthcr einen entscheidenden Ausschlag gebengeholfen, uud zwar wider die Anmaßungen und Verwüstungendes andern Landgrafen, Ludcwig. Gemeinsam mit PfalzgrafFriedrich und Bischof Rudolf von Würzburg steuerte er denRäubereien der Roscnbcrgcr, welche die Straßen und Bezirke