Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
216
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Churfürst Friedrichs des Siegreichen. Von Nürnberg - nachHause gekommen, vernahm er mit großem Erstaunen all dasGeschehene, seines Freundes Dicther raschen Entschluß und dieUrsachen desselben. Da jedoch eine Rücknahme desselben zuspät war, so enthielt sich Friedrich aller fernern Einmischung,nur wollte er um jeden Preis seine hart gefährdete Ehre ret-ten. Er begab sich darum, mit seinem Bruder Ruprecht unddem von Katzencllnbogcn, während der Verhandlungen zuFrankfurt nach Oppenheim und blieb daselbst bis zum Ausgangc;darauf sandte er einige seiner Ritter und Räthe an den Kon-vent ab, welche aus das rundeste dagegen sich verwahren mußten,daß ihr Herr, der Pfalzgraf, irgend einige Kenntniß von demBriefe an Adolf gehabt. Sie hatten zugleich den Auftrag,öffentlich zu erklären: daß der fragliche Brief unterschoben undsein Name schändlichcrwcise mißbraucht worden sey; um aberjedem Verdachte von vorn herein zu begegnen, so erbiete er sichzu jeder Untersuchung der, seinen Namen so nahe angehendenSache, von Seite der hicfür zu wählenden Fürsten, Edlenund Städte; ihrem Urtheil, wie es auch fallen möge, wolleer sich fügen. Diese Erklärung wurde nicht nur der Versamm-lung selbst unmittelbar eröffnet, sondern auch vor den Ohrendes gesummten versammelten Volkes vom Römer herunterverkündigt. „Hört es — rief der Edle, welcher mit demAuftrage belastet worden —hört es ihr Herren, Grafen, Rit-ter, Knechte! hör' es Jederman! Ich stehe hier von wegenmeines gnadigen Herrn, des Pfalzgrafcn Friedrich, um ihneines falschen Briefes wegen zu verantworten, den der vonNassau in Händen hat, und sich dessen gegen den von Jsen-burg bedient, als wäre er ausgegangen von meinem gnädigenHerrn. Diesem ist nicht so, und ist meinem gnädigen Herrnder Pfalz nichts von einem solchen Briefe bekannt, wcßhalber denn auch crbötig ist, vor Fürsten, Herren, Grafen, freienRitter und Knechten Rede zu stehen.

Es scheint nicht, daß diese Herausforderung angenommen