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2 (1832)
Entstehung
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in Rücksicht der von Dicthcrn vorgelegten Punkte besonnen,so war indessen Friedrich von Nürnberg zurückgekommen, unddann hatte Adolf vielleicht niemals Hoffnung, es zu werden.Man muß bekennen, daß Adolf von einer sehr üblen Seiteehrsüchtig war." So weit der Biograph Dicthcrs.

Wir selbst lassen die Untersuchung über den eigentlichenVerhalt der Sache dahin gestellt seyn, indem wir die Bitter-keit des Biographen gegen Nassau und den Enthusiasmus fürJsenburg mit den hier berührten Umstanden in die gleicheWaage zu legen, dem denkenden Leser vorbehalten. Genug,Adolf machte von dem ominösen Schreiben Gebrauch, beklagte sichhöchlich bciDiethcrn über seine und seiner Freunde Heuchelei, wieüber das mit ihm getriebene Spiel; auch erbat er sich, ihmden Brief in Original vorzulegen und lud ihn deßhalb zu einerUnterredung in der Gegend von Mainz ein. Sie beide soll-ten, nur von zwölf Reisigen begleitet und unter wechselseitigerGarantie sichern Geleites, in Person daselbst erscheinen.

Dicthcr erklärte das Vorgeworfene für durchaus unmög-lich und sich selbst von der Rechtlichkeit des Charakters desPfalzgrafen in innerster Seele überzeugt; gleichwohl verhießer zu kommen. Die beiden Männer, welche so heiß sich ge-haßt, so mörderisch sich befehdet und durch deren Zorn eineganze Alias von Drangsalen auf schuldlose Länder und Unter-thanen gekommen, sahen sich zum erstenmal wieder seit lan-ger Zeit, von Angesicht zu Angesicht. Den edlen Jsenburgergriff ein schmerzliches Gefühl des Vergangenen und er sprachzu seinem Widersacher, nachdem die erste Begrüßung vorüber war:„O mein Vetter, wäre es nicht besser gewesen, wenn wirbeide gleich in der Wiege umgekommen, statt, daßjcdnrch uns soviel des Unheils in die Welt gekommen?" Da erwiederteAdolf, in diesem Augenblicke nicht geringer, als Jener: „Mirthut es fürbaß leid, Vetter! Wir sind vcrrcitzt worden. Wärees ans uns allein angekommen, wir würden uns sicher der

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