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Friedrich ging nicht selbst nach Frankfurt ; es war aberauch gewiß unter seiner Wurde, dahin zu gehen; denn er warnicht dahin geladen worden, und entweder glaubte er, bei demBewußtseyn seiner eigenen Redlichkeit, daß Aovlf um den li-stigen Anschlag gewußt, oder daß dieser gleich Dicthcrn hin-tcrgangcn worden; im ersten Falle mußte er Adolfen die em-pfindlichsten Dinge unter die Augen sagen, welches, ob es gleichSitte der Zeit, doch nicht in dem Charakter eines Fürstenwar, der von seiner Große einen so hohen Begriff hatte, wieFriedrich; im andern aber konnte er nicht mehr thun, als dievon ihm nach Frankfurt geschickten Adclichen auch thaten.Friedrich handelte also 'anständig und groß, daß er nicht nachFrankfurt ging.
Da das schon erwähnte Schreiben zu der Stiftung desMainzer Friedens so vieles beigetragen hat, so müssen wir derSache ganz auf den Grund gehen. Gesetzt: Dicthcr hatte sichdurch Friedrichs Waffen in dem Besitze des Erzstiftcs behaup-tet, welches allem Ansehen nach geschehen seyn würde, wenner standhaft geblieben wäre; was verlor Friedrich dabei inRücksicht seines Bruders Rupert, was hätte Pius endlich,thun,hätte er die ganze Christenheit aufwiegeln, und in Feuer undBrand setzen wollen, seiner bösen Laune, seines Hasses wegengegen Diethern? hätte er nicht nachgeben, Rnperten mit, oderohne Willen bestätigen, und die Erkommunicirtcn unter einemguten Vorwande lossprechen müssen? diese Bcdcnklichkcitcnkonnten also Friedrichen nicht bewegen, sich von seinem altenFreunde zu trennen, er mußte vielmehr urtheilen, daß, wenner Diethern bei dem Erzbisthume erhielte, der Pabst um soweniger zögern würde, seinem Bruder die Bestätigung unddas Pallium zu ertheilen, und so hatte er doppelte Ehre da-von; da ihm, als Vcrräther, ewige Schande bevorstand.
Wenn das Städtchen Pfeddershcim der Gegenstand unddie Frucht der arglistigen Unterhandlung war, und wenn Fried-rich es auf diese Weise erschlich: so mußte doch Adolf ihmII.