Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
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Oberstem, Peter Fcrccci, Abt von St. Jakobsbcrg und Vul-pcrt van Dcrs; endlich auch, Tags darauf, im Namen Die-thcrs, der Kanzler, Peter von Weinhcim, als Bevollmächtigte.Allein schon am zweiten Tage schied man uncrrichtctcr Dingeauseinander, da man über die Vorftragcn sich nicht hatte ver-ständigen können.

Adolf setzte demnach seinen Kampf weiter fort. Er ge-dachte Aschaffenburg und Stcinhcim auf dieselbe Weise, wieMainz zu überrumpeln; allein seine und Vulperts Anschlägescheiterten an der Wachsamkeit und an dem Muthe der Ein-wohner. Das Schicksal der Hauptstadt hatte alle Orte der-maßen geschreckt, daß man den Eifer der Vertheidigung nurnoch mehr steigerte und die größten Opfer einem Loose wiedasjenige der Mainzer, vorzog,

Inzwischen hatten Friedrichs Rathschläge bei seinem BruderRuprecht ein geneigtes Ohr gefunden, und die Begierde, den Stuhlvon Köln bald ohne ferneres Hinderniß zu besteigen, trieb denLetztem an, einen endlichen Frieden zwischen den beiden Geg-nern herbeizuführen. Ruprecht wendete sich an den Pabstselbst, und dieser billigte seine Schritte. Alles jedoch, was por-läufig zu erreichen war, beschränkte sich auf einen Waffenstill-stand. Die Hauptfrage, an der jede Unterhandlung von vorn-herein scheitern mußte, bildete stets den Punkt der Abtretungdes Erzsiuhlcs von Seite des Einen oder Andern. Mit sei-nem Anspruch verlor Dieser oder Jener den Ruhm seines Le-bens, den Preis so vielfacher Anstrengungen, das mit Thränenund Blut getränkte Werk seiner Grundsätze oder seines Ehrgeizes.

Die Kräfte der Beiden waren wieder in etwas gleich ge-worden, wiewohl Dicthcr, nach dem Verluste von Mainz, un-streitig als der schwächere dastand. Adolf hatte die Hauptstadtseines Chiirstaatcs innc; aber diese arm, entvölkert, kraflos;dafür war ihm Ludwig von Veldenz, und damit der Kern sei-ner Verbündete», entgangen. Auf der andern Seite konnteDicthcr nicht mehr recht auf den Pfalzgrafcn zahlen, seit die-