Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
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201
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scholasters Vulprecht van Ders erhielt. Die Art und Weisewie Adolf von Nassau, der Pabst und der Kaiser gegen ihn undseine Freunde verfuhren, machte ihm wenig Lust, die bei Se«ckcnheim gefangenen drei Fürsten frei zu geben. Alle deßhalbgehaltenen Tagfahrten, wie die zu Rcgensburg, Wasserburgund Wicncrisch-Ncustadt, zerschlugen sich, ohne ein anderes Er-gebniß, als daß von Zeit zu Zeit der Ort der Haft für dieGefangenen wechselte.

Der Pabst, als er solches vernahm, knirschte und suchte'alle Glieder der Reichs und alle europäischen Hofe wider Dic-thcrn und den Pfalzgrafcn aufzureizen. Vor allen war es derHerzog von Burgund, dessen kräftigen Arm er gegen diestarrköpfigen Sohne der Kirche gcwaffnct wünschte; deßhalbschmeichelte er der Eitelkeit Philipps des Guten mit der bur-gundischen Königskrone, welcher Idee der Kaiser ebenfallsnicht unbcfrcundct war. Seine Briefe an den Herzog ath-meten den Ton der wärmsten Freundschaft und zeigten ihmdas lctztangcdeutcte glänzende Ziel, als der Erreichung sehrnahe. Allein Philipp war nicht die Person, welche so leichtdurch Schmeicheleien nndScheinchrcn zu täuschen war; ergingin den Antrag Pius II. gar nicht ein, und die gefangenenFürsten sahen sich genöthigt, auf ihre Befreiung durch eigeneMittel zu denken. Sie ging endlich vor sich, unter sehr har-ten und kostbaren Bedingungen, welche zumal die Kassen derFürsten gewaltig angriffen. Außerdem mußten sie ihre Ver-mittlung bei Pabst und Kaiser zu Gunsten einer AussöhnungFriedrichs mit denselben und völlige Parthcilosigkcit in demfernern Streit um die Chur zwischen Adolf und Dicthcr ver-heißen. Ihre Mitgefangenen Ritter waren in dem Haupt-Vergleich nicht einbegriffen, sondern hatten sich noch besonderszu lösen. Die Freilassung der Fürsten selbst geschah mit einemPrunke, welcher für sie nur um so demüthigender war.

Der Nassau'schcn Parthci leuchtete ein neuer Stern derHoffnung mit dem Tode des Erzbischofs von Köln, Diethe-