Des Kampfes zwischen Adolf und Diether fernererFortgang und Ende. — Vergleich der beiden-Fürsten und Verzichtleistung Diethers auf dieChur.
Diethern von Jsenburg erfüllte das tragische Geschick desfür seine Sache gefallenen Mainz's mit so heftiger als auf-richtiger Trauer, sie verwandelte sich in tiefe Schwcrmnth,welche ihn nicht sobald wieder verließ. Rache in gleichemSinne zu nehmen, schien eben so uncdelmüthig, als unmög-lich, und wie mochte eine Anzahl angezündeter, armlicher Dör-fer den Verlust der reichen, prächtigen und mächtigen Reichs-stadt aufwiegelt?
Adolf von Nassau selbst zog aus dem Siege den größt-möglichsten Nutzen und verfolgte ihn, so gut er konnte, auchau den Bundesgenossen Diethers. Der Landgraf Heinrichvon Hessen kam zunächst an die Reihe. Johann vonNassau, mit 600 in Lurcmburg angeworbenen Wallonen sollteihn im Gcrancrlandc für die verübten Feindseligkeiten züch-tigen. Der Pfalzgraf allein vereitelte dies Vorhaben. Erwußte die Besatzung von Algesheim herauszulocken und zuschlagen. Hoch erstaunte Friedrich der Siegreiche, als er dieFehdcbricfe des Ritters Brömscr von Rüdeshcim und des Dom-