laden und in'S Nheinga» geschleppt, die Augustiner-Eremitenund Minoritcnbrüder des heiligen Franciscus, weil sie Die-rhern anhingen, aus der Stadt gejagt. Juden und Christe»,Priester und Layen wurden geplündert und verbannt, allesHeilige befleckt, und, was nicht heilig war, geraubt, alleKauf-lädcn, alle Kostbarkeiten der Stadt von Jahrhunderten aufge-spart, der Schatz beinahe der ganzen Gegend, von Kirchen,Klöstern, Edelhöfcn und Dörfern dahin geflüchtet, entwendet,das Kauf- und Rathhaus gesprengt, alle Gelder der Stadt,der Minderjährigen, der Armen veräußert, und alle Privile-gien der Kaiser, der Päbste und Erzbischöfc auf dem öffent-lichen Markte zerrissen und verbrannt. Dann ward die reicheBeute, nach genommener Abrede, getheilt, die Stadt mit ihremganzen Gebiete Adolfen übergeben, die bürgerlichen Hauser andie handfesten Ritter verschenkt und alles so angesehen, als obes nie einen Eigenthümer gehabt hatte."
Wir übergehen die Einzclnheitcn der Theilung, so derBeute, als der Wohnungen, über welche die Nassau'schcn undMainzischcn Historiker mit großer Genauigkeit sich ausbreiten,und bemerken, daß die ausgctricbcncn Bürger einzeln baldwieder nach der Stadt zurückkehrten, indem die Verbannungmehr formell ausgesprochen worden war, um sie erst krast-und rechtlos zu machen und sodann desto ungestörter beraubenzu können. Adolf selbst mußte an ihrer Rückkehr gelegenseyn, wenn er anders nicht Gebieter einer menschenleeren Stadtseyn wollte.
Es wird erzählt, daß Rene und Gewissensbisse die mei-sten der Vcrräthcr überfallen; auch wird ausdrücklich bemerkt,daß stlbst der Pabst, bei Anhörung der schauerlichen Umstände,welche die Ucberrumplung von Mainz begleiteten, sich cnsetztund noch in spätern Tagen, so oft er das, thcilwcisc von ibmmit herbeigeführten Schicksals dieser Stadt gedachte, eine An-wandlung von Unruhe gespürt habe. Desto kälter spricht sichsein Annalist Gobcllinns aus, denn mit einem Lakonismus,