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und Bürger hatten, da wo die Mauer» am niedrigsten waren,durch kühnen Sprung sich über dieselbe hinaus und aufFischernachen über den Rhein gerettet.
Tags darauf kam Adolf von der Eltvill herab in dieStadt geritten, seinen Triumph zu feiern. Aber er that esnicht mit der alten Großmuth und Würde seines Ge-schlechts; vielmehr hielt er, nachdem er seine Freunde undAnhauger zu einer Versammlung berufen und den umständ-lichen Bericht über die Vorfalle der Nacht vom 28. und desTages vom 29. angehört, Rath, welches Schicksal den übrig-gebliebenen Einwohnern von Mainz zuzuerkennen sey. Er be-fahl, als er die Stimmen verglichen und geprüft, dem Magistrate,die Bürger in Masse, unter Androhung der Todesstrafe, Nach-mittags aufdemThicrmarkrczn versammeln. Die Bürger, in derMeinung, es handle sich blos um Huldigung dem neuen Be-herrscher, fanden ohne Wiederrcdc sich ein, viele mit noch bluten-den Wunden. Als Adolf, von den Rheiugaucrn und Schweizernbegleitet, ebenfalls auf dem Platze angekommen, ließ er die-jenigen, denen er Schonung zugesichert, auS dem Haufen her-vortreten. Und nun erkannten die Mainzer so die Zahl, alsdie Personen ihrer Verrathen Es waren ihrer dreihundert,dem Verzeichnisse gemäß, welches Hciuzc von Hcrfcld gefer-tigt und dem Nassauer Übermacht hatte. Die Ucbrigcn um-gab das Kricgsvolk mit gespannten Bogen und geladenenFeuerrohren, wie eine Hccrde Vieh sie zusammentreibend. Inängstlicher Erwartung ihres Schicksals vernahmen sie den har-ten Spruchs des Siegers, welcher also lautete: Mit demabgesetzten Diethcr hätten sie ein Bündniß gemacht, Pabst undKaiser verachtet und gegen alle Pflichten gefrevelt. Als Treu-lose, Meineidige und Emporer hätten sie das Leben verwirktund diese Strafe würde sie auch treffen, wenn ihn, Adolfen,nach ihrem Blute gelüstete. Einswcilen jedoch und bis desPabstes und des Kaisers Urtheil erfolgt, genüge es ihm, sieaus der Sradt zu verbannen. Jenes Urtheil aber werde sicher