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Entscheidung harrten; allein die Fürsten, vom Bürgermeisterund den übrigen Verrathen« begleitet und geführt, riefen ihnenzu: sie hätten keine Stadt und keine Freiheit mehr; ihr Herrsey nun Adolf von Nassau, und das einzige Mittel ihr Lebenzu retten, schleunige Uebergabe der bewachten Posten; imWeigerungsfall würde das Schwert oder die Flamme sie ver-nichten. Da wichen auch die oben standen, dem bittern Ge-schick und der unabwendbaren Nothwendigkeit. Dic Soldbandcnder Rhcingaucr und Schweizer nahmen Besitz von Thoren,Mauern und Thürmen.
Ungcmcssencr Sicgcsjubcl folgte auf heiseres Schlachtgc-schrci; von Trompeten und Pauken wicdcrhalltcn die Straßenund das Weichbild. Im Innern der Wohnungen aber herrschtedas Entsetzen, der Jammer, die Verzweiflung und die Todes-angst; und in die Klagen der noch Lebenden mischte sich grauen-voll das Geächze der Verwundeten, das Geheul der Sterben-den, deren Blut die Gassen und Hausfluren durchrann. Nurdie Sbhne der Erschlagenen, nur die Mütter, Frauen undTochter trotzten der eigenen Gefahr, um unter düsterm Fackel-schein die Leichen der Ihrigen zu suchen, den noch zu rettendenHülfe zu bringen. Ein Schauspiel, welches Steine, nur nichtdie Herzen der Fürsten, rühren konnte, bot sich den Blickender im Siege schwelgenden Feinde dar. Ueber S00 Bürgerwaren im Kampfe gefallen, unter ihnen der Stadt Fcldhaupt-mann, Faust, mit ruhmvollen Wunden. Viele Männer ausedlen Geschlechtern, Rathsverwandte und Patrizier, hatten diesLoos getheilt. Sämmtliche Gebäude um die Predigerkirche,die Kirche selbst mit dem dazu gehörenden Kloster, die Schu-stcrgassc auf beiden Seiten, die Hälfte des Marktplatzes, derberühmte Gasthof zum Spiegel und über hundert und vierzigHäuser lagen in Asche. Von den Leuten des Erzbischofs Die-ther waren 18 Edle und sehr viele Reiter und Fußgänger ge-blieben; von dem Reste ward ein Theil auf der Flucht erschla-gen, ein anderer gefangen eingebracht. Nur wenige Krieger
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