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haben mochte, waren wohl eine Ahnung, wie sie im Gemüthevieler tiefern Naturen, beim Herannahen großer Begebenhei-ten oder Mißgeschicke sich einzustellen pflegt, eine genane Kennt-niß der menschlichen Natur und ihrer Leidenschaften, endlichein sorgfältiges Studium der Personen auf dem Schauplätzeder Gegenwart und ein feines Beobachten ihrer Gemüths-ncigungcn und ihres Charakters. Er hatte Adolf vonNassau's Innere durchschaut und die Einwirkungen des Schla-ges bei Scckenhcim, so wie die Bcdrangniß seiner dcrmaligenLage und die daraus nothwendig hervorgehenden Maasrcgeln,auf dasselbe richtigen Blickes gewürdigt. Die plötzliche Mildeund Friedfertigkeit einer so trotzigen Natur schien ihm nichtsGutes zu verhüllen; darum warnte er, nicht unerhört, vor der-selben seinen Gebieter.
Bereits am 26. Oktober war Adolf mit seinen FreundenVcldenz, Königstein und Sulz über einen Vcrderbcnsplan ge-gen Mainz übereingekommen. Sie hatten ihr Geheimniß inundurchdringliche Stille gehüllt und mit Bestimmtheit auf dieGcsangennchmung Dicthcrs und seiner Verbündeten gerech-net. Die Stadt selbst mit allen ihren Wohnungen, so geist-lichen als bürgerlichen, sollte Adolf übergeben, die gesammteBeute zu gleichen Theilen zwischen seinen und des HerzogsLudwig Truppen vertheilt werden. Niemand, als das Dom-kapitel und die Anhänger Nassau's, sollte von der allgemeinenPlünderung ausgenommen seyn. Kirchenschatzc, Kelche, Mon-stranzen u. s. w. wollte man an den Orten lassen, wo sie ge-sunden würden. Alles Geld und alle Kleinodien und Möbelder Bürgerschaft ward zu zwei gleichen Theilen den beidenHäuptern des Unternehmens zugedacht. Ihre Feldhauptleutc,Herolde, Leiternsteigcr und Späher wurden reichlich bedacht.Den, in der Stadt zu treffenden Grafen, Rittern und Knech-ten erkannte man gefänglichc Haft zu. Die Entscheidungüber das Schicksal der Bürger behielt Adolf sich noch vor.