wenn nicht der Sieg, welcher nun in Hände der Feinde ist,zu uns zurückkehrte." Alle seine Schreiben, die er in Bezugauf diesen Handel erließ, athmeten denselben Geist und dieselbeSprache. Er war uncrmüdet, die entmuthigten Anhängerwieder zu kräftigen und Diethcrn neue Feinde zu erwecken.
Die meiste Hoffnung setzte Pius II. auf den Herzog Phi-lipp den Guten von Burgund. Diesen beschloß er zum neuenGidcon und Rächer der heiligen Kirche und für eifrige Unter-stützung des theuern Günstlings, Nassau, zu gewinnen. „Wirglauben — schrieb er ihm — geliebter Sohn, daß dir schonbekannt seyn wird, wie wir Diethcrn, wegen seiner Hartnäckig-keit, seines Ungehorsams und anderer schweren Verbrechen wil-len, des Stuhls zu Mainz entsetzt und Adolfen, unsern ge-liebten Sohn, in jene Kirche eingesetzt haben. Wir lebten derHoffnung, Diether würde sich unserm gerechten Spruche fü-gen; aber der Verkehrte setzte sich über Gottes, unsern unddes apostolischen Stuhles Ehre hinweg, ergriff die Waffen unddürstete nach dem Verderben dieser herrlichen Kirche. Ver-bunden mit dem Pfalzgrafen Friedrich, thut er, was er kann,sie zu Grunde zu richten. Adolf leistete zwar mit seinenFreunden der Bosheit Diethers und seiner Schnldgcnossenmuthvollen Widerstand und die Sache schien glücklichen Aus-gang zu verbürgen. Allein ein unerwartetes Mißgeschick, wel-ches uns selbst nicht geringen Kummer bereitet, gab derselbeneine schlimme Wendung; denn, wie du bereits erfahren habenwirst, so sind der Bischof von Metz, der Markgraf von Ba-den und der Graf von Württemberg in Gefangenschaft gera-then. Es läßt sich leicht denken, daß Adolfs und der SeinenMuth dadurch gebeugt worden und schleunige Unterstützungderselben noth thue. U n s liegt dieser Handel mehr am Her-zen, als wir mit Worten nur ausdrücken können; denn siebetrifft unsere und unseres Stuhles Ehre. Nach reiflicherUebcrlegnng finden wir unser Vertrauen vor allen in deineredel» Person und Macht begründet; darum vermahnen wir