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mcr Unfall, wie für den Abfall der Mainzer. Gleichwohlsuchte er noch Zeit zu gewinnen und die Energie der siegreichenGegner durch Unterhandlungen Zu paralisircn und zu schwa-chen. Zuvörderst machte er Dielhcrn Fricdensvorschlägc undein Tag wurde nach Frankfurt, auf den ö. Julius festgesetzt,an welchem beide Theile, wo möglich in Person, zu erscheinenund ihre Sache zu vertreten haben sollten. Es erschienen inder That Adolf selbst mit seinem Schwager von Königstein,Erzbischof Dietcrich von Köln und Gras Johann von Nassau,im Namen des Herzogs von Burgund, so wie zwei Ncchis-verständigc und viele Grafen und Ritter mehr; allein sie tra-fen statt der feindlichen Fürsten nur ihre Rathe, welche ihreVollmacht zu Unterhandlungen auf keine andere Bedingunghatten, als auf die der Abtretung des Erzbisthums Mainzvon Seite des Nassauers. Natürlich zerschlug sich die Unter-redung, ehe sie nur recht begonnen hatte.
Den Pfalzgrafen beschäftigte mittlerweile die Rache amBischof von Spevcr, dessen hinterlistige und feige Theilnahmean dem Kampfe wider ihn und Dicrhcrn fast noch mehr Ver-achtung als Zorn ihm erweckt hatte; er nahm sie auf furcht-bare Weise und das schuldlose Volk mußte für die Unlüchtigkeitdes Beherrschers büßen. Ein schimpflicher Frieden erst machtedem bedrängten Prälaten Luft, welcher „die kurze Lust, Fried-richs Feind gewcwcsen zu seyn, theuer erkaufte."
Während vielen Freunden des Vaterlands und der Hu-manität das Herz über dem Anblick eines so fluchwcrrhcnBürgerkrieges blutete, benahm sich dcrPabst, als crdie Hiobs-posicn für die Nassan'schc Parthei, die traurigen Früchte sei-ner nnchristlichcn Politik, hintereinander erfuhr, mit vielemStoicismus und er rief aus: „Durch den Stolz unsererHeerführer ist die Sache der Mainzer Kirche gebeugt worden;aber sie ist deshalb noch nicht verloren. So lange Pins Athemhat, soll Dicther, mit Willen des obersten Stuhles, niemalsErzbischof zu Mainz seyn, und es müßte uns alles trügen.