Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
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Fußvolks nach Brcttcn und Villighcim; dic übrige Haupt-macht jedoch wandte sich Mainz zu. Dic Ueberfahrt wardbei Wcißcnau bewerkstelligt und zwischen Hochhcim undFlorshcim Nachtlager gehalten. Hierauf trafen Friedrich,Heinrich und Philipp selbst vor Mainz ein, wurden durch deneinen Bürgermeister in dic Stadt aufgenommen und kündigtenfür den folgenden Tag die Ankunft einer Abtheilung von IZo»Mann Fußvolk und 5vo Reitern an, welche jedoch, ohne langenAufenthalt, bei Filzbach gleich über den Rhein setzen würden.DieS geschah, und auch Dicther erschien mit einer AbtheilungReiter. Bei Kasiel schlug man ein Lager, der Erzbischofmusterte und harrte seiner Freunde, welche nicht lange daraufmit ihm zusammentrafen.

Das ganze Heer brach nunmehr auf und zog in denRheingau. Vor Walluf, bei der Kirche zum Rctgen, dem Ortedes ersten verunglückten Angriffs, hielt es still. Aber es fanddie Anhänger Adolfs noch besser verschanzt und gerüstet, alsdas frühercmal. Achttausend Mann, wohlbcwaffnct und geübt,voll Tapferkeit und Streitlust, harrcten seiner. Gleich mit Ta-ges Andruck) gericthen beide Theile an einander. Dic Nassauerentwickelten einen ungewöhnlichen Muth und gaben ihren Geg-nern hart zu schaffen. Bis in dic Nacht hinein wahretc derKampf; beide Theile zahlten viele Todte, noch mehr Verwun-dete; unter erstem befand sich der wackere Matern von Mo-denbach, unter letztem Peter von Udcnhcim. Blos zwei Boll-werke hatte Friedrich nach großem Blutvergießen erobert. DerHimmel selbst schien auch diesmal den Angreifenden ungünstig, »denn es siel in kaum glaublicher Menge Schnee herunterauf dic wuthcntbranntcn Schaar und ein unerträglicher Frostmachte das Blut im Leibe erstarren und zu fernem Operationenganz unfähig. DieBclagcruug der wichtigen Landwchrc ward daherauch diesmal aufgehoben. Adolf zog mit dcn Scinigcn (am 2tenApril) den Rhciusirom auswärts, und schlug theils in der Nähe .von Hochheim, Flörsheim und Höchst, theils in derjenigen vonII. 12