Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
176
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großer Unzufriedenheit die Stadt, da die Sachen aufdcm altenFlecke geblieben waren.

Wahrend dieser Unterhandlungen war ein MahnschreibenHerzog Lnowigs von Vcldcnz au die Mainzer eingetroffen,sehr drohenden Inhalts, und worin sowohl die völlige Aus-treibung Dicthcrs und seines Anhangs gefordert, als ans Bul-len des Pabstcs und die Folgen des Interdikts für die Stadtaufmerksam gemacht wurde. Die Bekanntmachung dessel-ben erregte Bestürzung; aber der Hinblick ans die von Dic-ther zugesagten Vortheile brachte dennoch entgegengesetztenEindruck hervor. Die Gemeinde vereinigte sich zuletzt mitdem Rathe, die Appellation an ein künftiges Konzilium anzu-schlagen und dem Bündnisse mir Jsenbnrg getreu zu verblei-ben. Nur die Arc des Prozesses gegen die verrätherischcnGeistlichen veranlaßte noch einige Zeit Mißverständnisse undabweichende Meinungen, besonders da die Psaffheit sich wei-gerte, den Vertrag wegen Aufhebung des Vasler Spruchesgemeinsam mit dem Erzbischos zu unterzeichnen, und dadurchdie Städter in ihrem Argwohn gegen sie bestätigte.

Die kriegerischen Unternehmungen gediehen schneller, alsdie diplomatischen. Gegen Ende des Märzen beschloßen dieFürsten wieder in das Feld zu ziehen. Ihr Heer bestand aus2,000 Reitern und 10,000 Mann Fußvolk. Alles zeigte sichin bestem Stande und voll Begierde des Streits. Die ersteThat ward von Friedrich an Gaubockeluhcim verrichtet. Die Be-satzung dieses ziemlich befestigten Ortes sollte für frühere Aus-fälle und muthwillige Verheerungen in der Pfalz gestraft undihr Wirken ferner unschädlich gemacht werden. Fcucrkränzcverzehrten die mit Stroh bedeckten Wohnungen; Thore undMauern wurden berannt, am 2ä. März mit stürmender Faustgenommen, und, nachdem man die Besatzung gefangen ge-macht und den Ort geplündert, völlig geschleift.

Nachdem ein Rasttag vor Gauböckelnheim gehaltenworden, vertheilte der Pfalzgraf seine Reiter und einen Theil