Verachtung behandelt und ihre Eiuschwärzuug in den betref-fenden Landen durch Androhung schwerer Strafen, wenig-stens im Allgemeinen, verhindert. Der Pfalzgraf schickte übri-gens Gesandte nach Rom und ließ dem Pabste das Vor-schnelle und Ungerechte im Verfahren gegen ihn, wie gegenseinen Freund, auseinandersetzen, auch auf Zurücknahme derbeiden Bullen dringen. Pins jedoch antwortete stolz und zu-gleich zudringlich mit Belehrungs- und Bckehrungsvcrsuchen.Er nannte seinen Fluch „einen Donner Gottes, dem keineVcrschanzuugen Widerstand leisten konnten." Am Schlüssedes Schreibens schmeichelte der Pabst, verhieß im Fall derReue, Friedrich, wie den Verlornen Sohn im Evangeliumwieder aufzunehmen und ein gemästetes Kalb ihm auftragenzu lassen. Sollte er aber fortfahren, gegen den heiligen Stuhlsich aufzulehnen, so werde er erfahren, daß die römische Kirchemächtiger sey, als er und alle seine Beschützer. Friedrich seyvernünftig, er wisse, daß die Wahrheit sich nicht bestreikenlasse, und der im Unrecht handelnde nirgends sichere Stättefinde; darum möge er seiner Empörung, seiner Beleidigungein Ziel setzen. Welchen Eindruck solch eine Sprache ans einso stolzes Gemüth, wie dasjenige Friedrichs bewirkt, kannleicht erachtet werden. Der Pfalzgraf wurde nur noch mehrerbittert und die erste Folge dieser Stimmung war eine nach-drückliche Züchtigung Karls von Baden bei Pforzheim undim Rcmchingcr-Thal. Wir kehren jedoch wieder zu Adolf vonNassau zurück.
Derselbe war, begleitet vom Landgrasen Ludwig in'sHessische gezogen und hatte sowohl des Schlosses als der StadtAmdnaburg so wie Fritzlars, sich bemächtigt; von da war ergegen das Eichsfcld und vor Erfurt gezogen. Diese jedoch,beide Herren zugleich verschmähend und zu Vertheidigung voll-kommener Unparthcisamkcit entschlossen, hielten hartnäckigStand und nöthigten den Nassauer, um die Mitte des Mär-zen, zum Rückzug.