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2 (1832)
Entstehung
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unterstützt und die Unterthanen des Grafen in Schutz genom-men hatte. Er machte Jenem die bittersten Vorwürfe überseine Untreue und Fclonic, ganz besonders aber über die Heu-chelei, mit der er bis zum letzten Augenblick als Freund desFriedens und der Versöhnung sich geltend gemacht hatte. Erforderte von ihm hinreichende Schadenersatz und verkündigtedurch die wildansprassendcn Flammen schwäbischer Dörfer,waS dem Grafen bei längerer Weigerung bevorstehe.

Während dieser Vorfälle hatte Dicthcr den LandgrafenHeinrich für seine Sache geworben und durch VcrschreibuugcnMainzischer Orte in günstige Stimmung und zum Gelobnißthätiger Theilnahme am bevorstehenden Feldzugc gebracht.Mit dem Laudrafcn erschienen tapfere Vasallen und abcn-thcncrlusiigc Ritter, wie z. B. die Kronbcrgc, in guter Zahl.Doch mußte er Allen einen nicht unbeträchtlichen Sold versprechen,welcher unter damaligen Umständen kaum zu erschwingen war.Mit patriotischem Schmerze bemerkt der geistreiche VerfasserRheinischer Sagen und Erzählungen dieses häufige Werben,Preisgeben und Veräußern von Land und Leuten, wodurchbeide Prälaten ihre Macht zu verstärken suchten, den Flor,ja das Daseyn ihrer Unterthanen selbst jedoch rettungslos da-durch zerstörten.

Beinahe hätte Dicthcr niit der Stadt Mainz schwerenStand erhalten, da dieselbe an St. Stcphanstag, als amTage der üblichen Eidcscrneucrung an den Churfürsten undder Verlesung des Basier Spruches wegen der Immunitäten,ersterer Zermonie zwar nicht sich weigerte, aber auf Un-terlassung der letzteren, als Bedingung sine gus non, bei derPfaffhcit des Kapitels und den Abgeordneten Dicthers drang.Nur mit großer Mühe setzte der Erzbischof bei seinem Klerusdie Annahme der Forderung des Rathes, und zwar nur fürdiesmal, durch, in Anbetracht der gebieterischen Umstände undder bittern Nothwendigkeit, um nicht einen der Hauptvcrbün-dctcn muthwilligerwcise zum Abfall zu reizen.