Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
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Herrschaft; denn Friedrich der Siegreiche, welcher hinter denstarken Bollwerken bedeutende Schaarcn von Nassauer im Hin-terhalt vermuthete, gab nicht zu, daß die Seinigcn über denGraben setzten und nach Eltvill vorrückten, mit welcher Burger das Haupt der Feinde zugleich erobert und somit dem gan-zen Streit ein Ende gemacht haben wurde. Er rüstete beiKastcl eine kleine Eskadcr aus, welche Schiffe mit Brustweh-ren und Schicßlvchcrn zahlte, und mit diesen gedachte er diefreie Rhcinfahrt zu erzwingen, welche die Rhcingaucr ge-sperrt , und wodurch sie einen Angriff von der Wasserseite herbisher verwehrt hatten.

Allein unter diesen Maasrcgcln war kostbare Zeit verlo-ren gegangen, für Adolf und seine Anhänger aber solche ge-wonnen und den mächtigeren Bundesgenossen, welche noch ge-säumt, freier Spielraum zu Entwicklung ihrer Kräfte vergönntworden. Ans dem Ober- und Niederland erschienen mächtigeFürsten, Grafen und Herren. Unter crsicrn sah man den Her-zog von Burgund, den Markgrafen von Baden, den Her-zog von Vcldcnz, jeder mit einer Anzahl gutgcrüstctcrBanner und mit Kriegsbedürfnissen reich versehen.

Die schlimme Jahreszeit hinderte den Pfalzgrafen an je-dem bedcutcndern Unternehmen; überdies befehdete Ulrich vonWürtcmberg ihm auf hinterlistige Weise sein Land an der Spitzevon mehr als 12,000 Mann, überfiel die dem Kloster Maul-bronn gehörigen Dörfer, nahm Weingarten weg, und über-ließ das Eigenthum der Bewohner dem Kriegsvolk zur Beute.Friedrich beschloß daher seine Leute für diesmal auseinandergehen zu lassen und mit dem Frühjahr verstärkt wieder in dasFeld zu rücken.

Noch mehr als des Würtcmbergcrs Verheerungen , hatteden Siegreichen das Benehmen Karls von Baden entrüstet,welcher durch Lchcnspflichten mit ihm verbunden war, welcherjedoch den Einbruch in pfälzisches Gebiet ziemlich offenbar