Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
167
Einzelbild herunterladen
 

obgleich Gebannter, aber mit starker Seele über das Vor-urtheil des Jahrhunderts sich hinaussttz.nd, bei.

Merkwürdig ist, daß der Geschichtschreiber im Nassau,scheu Interesse, Hellwich, das so cbeu Beschriebene, aus ganzabweichende Weise erzählt, wiewohl Jenes durchaus auf treuenQuellen ruht und durch keine haltbare Gcgcngründe geschwächt wer-den kann. Nach dem Apologeten Adolfs war zwischen Dicthcrnund der Städt gar kein Resultat bei den angeknüpften Un-terhandlungen zu Stande gebracht, sondern durch die Sen-dung Philipps von Nassau, eines Anverwandten von Adolf,Rath und Bürgerschaft durch das Gewicht noch größerer Ver-sprechungen, als Diether gegeben, nach langer Uncntschlüssig-keit auf seine Seite gebracht. Erst später hatten gewandteAgenten des Jsenburgers und seiner Freunde, wie dieDomherren von Liebenstein, Roscnberg und Bubenheim, jenewieder abwendig geinacht. Sollten nun auch diese Thatsa-chen wirklich ihre Richtigkeit haben, so läßt sich, da für denobenerwähnten Vergleich eine autcniischc Urkunde vorhandenist, der Widerspruch anders nicht heben, als durch die Ver-muthung, daß, was die Nassan'schc Parthci unternommenhatte, vor Dicthcrs und Friedrichs Ankunft in Mainz ge-schehen, durch ihre Bemühungen jedoch wieder vereitelt wor-den sey.

In der Schilderung des Zwistes der beiden Prälaten vonmchrcrwähutcm Schriftsteller, stoßt man ferner auf eineseltsame Stelle, welche von den Gegnern mit Bitterkeit alsein Gewebe von Widersprüchen in wenig Linien dargestelltwird. „Diether, so heißt es darin, forderte die Geistlichkeitauf, seiner Berufung an ein Konzilium, weil aber die meistenAdolf, ihrem rechtmäßigen, von dem Pabste eingesetzten Hir-ten, anhingen, so räumten sie die Stadt, mit Zurücklassuugeines großen Theils ihrer Habe, welche Diether öffentlich ver-steigern ließ; denn alle, welche nicht Diethcrs Parthci widerden Pabst ergriffen, wurden gezwungen, die Stadt zu räu-