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täuschen zu lassen, indem der Handel keineswegs abgethanworden, sondern weitere Maasregcln erst abzuwarten. Zu glei-cher Zeit setzte mau die Stadt von einer neuen Zusammen-kunft in Kenntniß, welche Montags den 16. November zuHemspach an der Bergstraße zwischen dem Erzbischof, demChurfürsten und dem Grafen von Katzcncllenbogen gehaltenwerden würde. Bei dieser sollte alles frisch berathen werden.Auch der Rath und die Gemeinde von Mainz mochten da-hin Bevollmächtigte schicken.
Die eigentliche Ursache, warum der Pfalzgraf so starkfür die Vernichtung des Vergleichs zwischen Adolf und Dic-thcr sich auSsprach, war die Furcht vor der innigen Verbindungdes Erster» mit Kaiser Friedrich, welcher ihm fortwährendgrollte und sogar die Bestätigung seiner in der Chur seitdemverweigert hatte. Er mußte von Mainz her Anschläge man-cherlei Art gegen seine Besitzungen erwarten, sobald der Nas-sauer das Ziel seiner Wünsche erreicht. Diesem trachtete erentgegen zu kommen, und es scheint sogar, daß die RätheDicthers nicht einmal vorerst ihren Herrn angefragt, son-dern, durch Friedrich hiezu vermocht, auf eigene Vcrantworlichkcitund Gefahr, an den Mainzer Magistrat das im angedeutetenSinn abgefaßte Schreiben erlassen hatten.
Weder den Vergleich geradezu wieder zu vernichten, nochdenselben aufrecht zu halten, stand mehr in Dicthers Macht,wenn er alle seine Verhältnisse reiflich erwog. Das Uebergc-wicht und der Stolz Friedrichs auf der einen, und die Un-sicherheit so der Macht als der Freundschaft Adolfs auf derandern Seite ließen ihn lange schwankend über den neuen Ent-schluß, zu welchem man ihn drängte. Endlich schlug Dicthcrden ehrenvollem Ausweg aus seinem Labyrinthe, wenn gleich mitscheinbarer Wortbrüchigkeit hinsichtlich der bereits untcrcrschrie-bcncn Urkunden, ein. Zu Hemspach kam er") mit dem Chur-
16. November-
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