Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
157
Einzelbild herunterladen
 

— 157 —

Diese Mittheilungen und Anträge funden ein ausmcrksa-mes und bereitwilliges Ohr. Mit entschiedener Mehrzahl er-klärten sich Magistrat und Bürgerschaft für Dicthcrn.

Während dieser mit Mainz auf solche Weise unterhan-delt, hatte er zugleich den Ritter Hans von Wallbrunn anChurfürst Friedrich den Siegreichen abgeschickt, welcher geradein Franken sich aufhielt, von der drohenden schweren Gefahrihm Nachricht gegeben und um schleunige Hülfe ihn angeru-fen. Adolf von Nassau dagegen sparte seinerseits kein Opfer,um die Verbündeten sich geneigt und rüstig zu erhalten. Erfertigte eine Reihe- Vcrschrcibungen an dieselben auf Kostendes Erzstiftcs ans, welche von den Geschichtschreibern der Gc-genparthci ihm nachmals sehr zum Vorwurf angerechnet wor-den sind: So erhielt von ihm der Markgraf Karl von Ba-den Schloß und Stadt Algcsheim und die Garantie aller fürihn zu machenden Kriegskosten, eben so die Orte Gauböckcln-heim, Drommcrshcim, Oggcnhcim, Windshcim und Kcmpdenmit Angehörten, Einkünften und Zöllen; der ErzbischofJohannvon Trier: den Ersatz aller Unkosten des Zuzugs, die Pfand-schaft des Viertheils vom Zolle zu Lohnstcin, auf den Fall,daß Burg und Stadt erobert worden; der Bischof Georg vonMetz ebenfalls einen Theil des Ertrags von cbcncrwähntcm Zolle;der Graf Ulrich von Würtcmbcrg ä 0,000 Gulden als Avcrsalcnt-schädigungssummc. Noch traten seinem Vündniß bei: der HerzogLudwig von Vcldenz, der Graf Johann von Nassau, seinBruder und der Graf Eberhard von Eppcnstein - Kdnig-stcin. Ersterer erhielt dafür Schloß und Dorf Ohlm, sodanndie Orte Sobcrnhcim, Monzingcn und Waldböckelnhcim,Burgund Dorf, gegen Wicdcrlosung um ä0,000 Gulden; Letztereraber eine Summe von 0,000 Gulden, welche nach kurzer Fristbezahlt werden mußte.

Alle diese Fürsten und Grasen standen zu Adolfs Schutz,ehe sein Gegner Bundesgenossen zu werben, Zeit gefundenhatte, und noch täglich mehrte sich die Macht, welche er gc-